Geflüchtete erzählen ihre Geschichte

Veranstaltung : Geflüchtete erzählen ihre Geschichte

(red) Mit Geflüchteten ins Gespräch kommen, das war das Ziel der Veranstaltung „Geflüchtete erzählen ihre Geschichte“ in Salmtal. Tatsächlich folgten mehr als 100 Personen der Einladung der Seebrücke Salmtal, um zu hören, wie Menschen aus Eritrea, Somalia, Afghanistan und Äquatorialguinea ihre Erfahrungen von Flucht und Verfolgung schilderten.

Es sind Geschichten von Bürgerkrieg, Mord und Zwangsverheiratung. Von tagelangen LKW-Fahrten durch die Wüste ohne angemessene Versorgung, Meeresüberquerungen auf Transportmitteln, die die Bezeichnung Boot nicht verdienen, und der ständigen Gewalt von Schleppern. So beschreibt Ahmed aus Somalia, wie er  über Monate festgehalten wurde. Beim ersten Versuch des Übersetzens von Libyen nach Italien sei das Boot, auf dem er sich befand, von anderen Schleusern zur Rückkehr gezwungen worden, nur um nochmals Geld für die Überfahrt fordern zu können. Der zweite Versuch war erfolgreich, weil ein Aufklärungsflugzeug der Seenotrettung das Schlauchboot entdeckte. Damit wird die Bedeutung der Seenotrettung unterstrichen, der das gesammelte Geld – 1200 Euro – zugute kommen soll. „Geflüchtete erzählen ihre Geschichte“ war die erste Veranstaltung der Lokalgruppe Seebrücke Salmtal. Die Mitarbeiter sind im Gespräch mit Politikern und Organisationen. Man wolle überlegen, wie Wittlich-Land zu einem „sicheren Hafen“ werden kann, der aus Seenot gerettete Geflüchtete freiwillig aufnimmt. Kontakte: salmtal@seebruecke.org, Facebook: Seebrücke Salmtal. Foto: Sophia Berg

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