Gekommen, um zu bleiben

Führungswechsel an der Spitze der Abteilung Polizeieinsatz des Polizeipräsidiums Trier. Auf den 60-jährigen Pfälzer folgt der 50-jährige Saarländer Jürgen Schmitt.

Wittlich. Der Ort der Verabschiedung des bisherigen und der Einführung des künftigen Leiters der Abteilung Polizeieinsatz im Polizeipräsidium Trier war mit Bedacht gewählt. Denn Dieter Frank, noch bis Ende des Monats amtierende Vertreter des Trierer Polizeipräsidenten Manfred Bitter, wird ab 1. August Chef der rheinland-pfälzischen Bereitschaftspolizei. "Noch bin ich hier Gast, ab Mittwoch bin ich hier Chef", sagte er deshalb auch in seiner Ansprache. "Nicht der Wyatt Earp des Polizeipräsidiums"

Drei Jahre hatte der leitende Polizeidirektor aus der Pfalz den Posten als Leiter der Abteilung Polizeieinsatz im Polizeipräsidium inne und war damit Chef von rund 1300 Polizei-Beamten und Angestellten. In seinem neuen Amt ist er Chef der Bereitschaftspolizei führt rund 1400 Mitarbeiter. Ehe er nach Trier kam war Dieter Frank unter anderem in Mainz, Bingen und Kaiserslautern eingesetzt. Polizeipräsident Manfred Bitter lobte den 60-Jährigen unter anderem wegen seiner Dienstauffassung. Er habe komplexe Zusammenhänge auch von anderer Seite beleuchtet und die preußischen Tugenden im positiven Sinne verinnerlicht und gelebt. "Sie waren nicht der Wyatt Earp des Polizeipräsidiums", sagte Bitter in Anspielung auf das Miteinander von Polizeichef und Stellvertreter. Frank habe ihn vor einigen Fehlern bewahrt, sagte er. Auf Beispiele dafür wolle der Polizeipräsident jedoch verzichten. Der scheidende Leiter der Abteilung Polizeieinsatz sagte, er habe versucht, als Kapitän das Schiff auf Kurs zu halten. "Und das trotz Seiten und Gegenwind", sagte Frank in Anwesenheit zahlreicher Führungskräfte der Polizei aus Deutschland, Belgien und Luxemburg. Der leitende Polizeidirektor erinnerte in seinen Abschiedsworten an die wohl größte Herausforderung in seinen drei Jahren Trier: Dem Auszug aus dem bisherigen Polizei-Präsidium an den Kaiserthermen. Es sei gelungen, einen zeitnahen Neubau in der Stadt durchzusetzen. Dort soll dann auch eine zweite Trierer Polizei-Inspektion entstehen. "Ich hoffe, dass ich die Einweihung noch in meiner Dienstzeit erlebe", sagte der heute 60-Jährige, der in vier Jahren in Pension geht. Der bekennende Saarländer Jürgen Schmitt übernimmt nun das Amt des Leiters Polizeieinsatz. "Läge es an mir, wäre dies der letzte Wechsel", sagte der 50-jährige Polizeidirektor. Er war zuvor unter anderem in Ludwigshafen, Birkenfeld und Pirmasens eingesetzt. In Kaiserlautern war er für den Polizeieinsatz während der Fußball-Weltmeisterschaft mitverantwortlich. Die Region kennt Schmitt seit Jahren. So stammt seine Mutter aus Longkamp (Kreis Bernkastel-Wittlich). Zudem hat es dem passionierten Wanderer besonders die Südeifel rund um Bollendorf (Eifelkreis Bitburg-Prüm) angetan.Anhebung des Pensionsalters

"Und wenn wir unserem Besuch die Gegend zeigen wollen, fahren wir auch nach Trier, um uns den Marktplatz anzusehen", sagte der Nordsaarländer.Gesamt-Betriebsratsvorsitzender Alfons Meyer nutzte die Gelegenheit, beiden Beamten Glück und Erfolg in ihren neuen Positionen zu wünschen. Er erinnerte an die anstehenden Probleme wie der Überalterung der Polizei im Bereich des Polizeipräsdiums Triers und die Personalnöte. Auch machte er die Anhebung des Pensionsalters am neuen Chef der Bereitschaftspolizei fest. Der könne nicht wie geplant mit 60 in den Ruhestand gehen, sondern müsse noch vier Jahre Dienst zusätzlich ableisten.