Gelassen in die Sonne blicken

Hans-Peter Kees blickt gelassen nach vorn. "Es boomt", sagt der Unternehmer, der mit Aluminiumbau und dem Bau von Solaranlagen sein Geld verdient. Für das kommenden Jahr hat Kees in die Firma mit 25 Mitarbeitern investiert.

Oberscheidweiler. Unternehmer Hans-Peter Kees müsste mit zwei Seelen ausgestattet sein. Auf der einen Seite produziert er mit seinen Mitarbeitern Produkte für den Sonnenschutz, auf der anderen Seite macht sich das Unternehmen mit dem Aufbau von Solaranlagen die Sonne zum Verbündeten. Mit dieser Mischung ist Kees erfolgreich. "Es boomt", sagt er. Woran das liegt? "Ich glaube, es liegt daran, dass wir im Aluminiumbau und im Bau von Solaranlagen sehr konzentriert und komprimiert arbeiten", ergänzt er.

Kees betreibt in Oberscheidweiler eine Photovoltaikanlage auf dem Dach seiner großen Halle mit einer Spitzenleistung von 120 Kilowatt. "Damit können bis zu 40 Haushalte versorgt werden", sagt der Unternehmer. Der Aufbau von Photovoltaikanlagen ist für ihn ein Nebenprodukt, das sich mittlerweile aber zu einem festen Standbein entwickelt hat. Kees: "2005, auf der Baumesse in München, vertrieb mein Zulieferer für Aluprofile auch Solarmodule der Spitzenklasse. Daraufhin habe ich zuerst meine eigene Solaranlage gebaut, dann weitere Anlagen, so zum Beispiel in Kastellaun eine 200 Kilowatt-Anlage für rund eine Million Euro." Zu den sonstigen Geschäftsfeldern der Firma gehören der Metallbau mit Aluminium, die Herstellung und Montage von Alu- und Glasfassaden, Fenster und Türen, Brandschutzelementen und Sonnenschutzanlagen.

2009 wird der 20. Geburtstag gefeiert



Dass es so gut bei den Auftraggebern in ganz Deutschland sowie in Luxemburg und Belgien läuft, dafür sorgen 18 Mitarbeiter der Firma Kees in Oberscheidweiler und sieben Mitarbeiter in der 1995 gegründeten Niederlassung in Freiburg.

Die letzte Photovoltaikanlage der Firma Kees im ausgehenden Jahr wurde vor wenigen Tagen am Nürburgring fertiggestellt. In den vergangenen zweieinhalb Jahren verarbeitete das Unternehmen 6500 Module im Solaranlagenbau.

Hans-Peter Kees ist selbst bei einer geringeren Vergütung des eingespeisten Stroms in das Versorgungsnetz vom weiteren Wachstum des Solaranlagenbaus überzeugt. Er sieht zukünftig günstigere Einkaufsmöglichkeiten für das Material. Damit würde eine geringere Vergütung durch den Netzbetreiber ausgeglichen, sagt er.

Rentabel wird eine Solaranlage laut Kees ab sechs Kilowatt. Sie passe auf ein normales Wohnhaus, koste derzeit 25 000 Euro und habe sich nach zwölf Jahren amortisiert. In diesem Jahr feiert das Unternehmen seinen 20. Geburtstag. Kees: "In der zweiten Januarwoche werden zwei neue Maschinen im Wert von 120 000 Euro geliefert. Aufträge für 2009 liegen vor, wir blicken gelassen nach vorn."

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