Gelbe Frühlingsboten im Winter

Morbach · Normalerweise treibt der Besenginster (Cytisus scoparius) erst ab Mitte Mai seine ersten Blüten im Hunsrück aus. Aufgrund des milden Winters ist bereits jetzt eine gelbe Blüte an einem Ginsterbusch am Wegrand gegenüber der Kläranlage der Gemeinde Morbach zu sehen.



Der Besenginster wird auch Besenkraut, Besenstrauch, Gilbkraut, Mägdebusch, Mägdekrieg, Brahmbusch und Rehweide genannt. Früher wurden aus den Zweigen Besen gefertigt, so erhielt der Strauch seinen Namen. Zwar trägt er den Bestandteil "Ginster" in seinem Namen, allerdings ist er kein echter Ginster, sondern er gehört zum Geißklee.
Der Strauch besitzt lange, besenförmige, fünfkantige Zweige, an denen an einzelnen Stielen die goldgelben, schmetterlingsförmigen Blüten sitzen. Er bildet schwarze behaarte Fruchthülsen.
Auch wenn die Blüten reizvoll aussehen und den Winter mit Farbe vertreiben - der Besenginster ist giftig, dabei spielt keine Rolle ob Blätter, Blüten oder Stiele. Allerdings hat er auch Bedeutung als Heilpflanze und findet Anwendung etwa bei Herzrhythmusstörungen und als Kreislaufmittel.

(hb/reg)/Foto: Hermann Bohn