Liss : Geld, Geld, Geld

Ich will ja nichts sagen, aber gerade jetzt geht es ums Geld wie sonst selten. Die einen wie die Longkamper bekommen noch Geld, andere wie die Gonzerather bekommen wieder Geld.

Die Thalfanger haben kein Geld, die Morbacher haben ein bisschen mehr. In der kleinen Politik liegen die ersten Haushaltspläne fürs nächste Jahr aus, und in der großen Politik streiten sich die Parteien um die Milliarden. Und dann sollen wir irgendwann statt mit Münzen aus dem Sparstrumpf bald mit dem Handy bezahlen, bargeldlos. Also ich weiß es nicht. Was soll bloß aus dem Glückspfennig werden, und was aus dem Notgroschen? Und was soll ich künftig in den Klingelbeutel werfen, den der Pastor während der Messe rumgehen lässt. Sollen die Messdiener die Kollekte mit einem Terminal direkt vom Konto der Gläubigen einsammeln? Also ich denke, wir lassen alles so wie es ist: Mein Hermann bekommt von mir ab und zu ein paar Münzen zugesteckt - so als Taschengeld. Beim Bäcker zahle ich die Brötchen weiterhin mit meinen Münzen. Und die großen Dinge werden mit Karte beglichen. Es hat doch alles irgendwie seine Berechtigung, meint eure Kolumne Liss