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Gemeinde errichtet neue Schutzhütte

Gemeinde errichtet neue Schutzhütte

Der Gemeinderat Mülheim hat in seiner jüngsten Sitzung Grünes Licht gegeben für den Neubau der kürzlich abgebrannten Schutzhütte. Außerdem drängt der Rat auf die noch ausstehende Renovierung der Schultoiletten.

Mülheim. (urs) Die Ende August abgebrannte Schutzhütte am Mülheimer Mühlenweg soll wieder aufgebaut werden. Gespräche mit den Anliegern haben laut Mülheims Ortsbürgermeister Horst Faust ergeben, dass diese dem positiv gegenüber stehen. Daher plädiert er für einen Neubau auf Initiative der Gemeinde. Die einer Brandstiftung zum Opfer gefallene Hütte war vor Jahren ohne Genehmigung auf Privatinitiative errichtet worden.

Die Pflege von Hütte und Gelände hatten laut Faust zudem immer die Anlieger übernommen, die die Hütte auch errichtet hatten. Außerdem stünden die Chancen gut, dass der Bau mit Unterstützung freiwilliger Helfer über die Bühne gehen könne. Allerdings gibt es einen Haken. Denn die Hütte steht zu etwa einem Drittel auf Gemeindeeigentum. Daher soll mit dem anderen Eigentümer ein Pachtvertrag unterzeichnet werden. Der Gemeinderat hat dem Bau aber bereits vorab einstimmig zugestimmt.

Ebenso einvernehmlich haben die Ratmitglieder in der jüngsten Sitzung den Weg frei gemacht für eine Betriebserweiterung im Gewerbegebiet. Dem Eigentümer des Areals im "Grafenhimmel" wird lediglich zur Auflage gemacht, auch künftig mit einem Grüngürtel dafür zu sorgen, dass das Gelände von der Bundesstraße nicht einzusehen ist. Im Gegenzug hat der Rat einer großzügigeren Erweiterung sein Einverständnis erteilt.

Auf Anregung des Ersten Beigeordneten Friedhelm Leimbrock will Mülheim sich zudem an einem Wettbewerb beteiligen. Ausgeschrieben ist er über "Leader", die Gemeinschaftsinitiative der Europäischen Union zur Förderung des ländlichen Raums. Das aktuelle Projekt biete laut Leimbrock die Chance, jeden für spezielle Projekte im Ort ausgegebenen Euro mit einem Euro gefördert zu bekommen. Voraussetzung sei allerdings, ein Schwerpunktpunktprojekt "aus dem Dorf heraus" zu entwickeln. Da auch Veldenz daran interessiert sei, biete sich zudem die Gelegenheit einer Grafschafts-Beteiligung an. Laufen solle das ganze in den Jahren 2009 bis 2013.

Kurzfristiger Handlungsbedarf besteht nach Ansicht des Mülheimer Rats in Sachen Grundschultoiletten. Die kürzlich unfangreich sanierte und erweiterte Schule muss sich nämlich immer noch mit den Jahrzehnte alter sanitärer Technik begnügen. Als Begründung verweist Faust auf die um 150 000 Euro teurer ausgefallene Investition. Auf Wunsch des Rates will er die Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues bitten, die Renovierung rasch nachzuholen.