Gemeinde Kröv muss sparen

KRÖV. (khg) Bei den Etatberatungen waren sich die Mitglieder des Gemeinderates schon vorab darüber einig, dass in diesem Jahr kein ausgeglichener Haushalt vorgelegt werden könne. Große Investitionen in den letzten Jahren, aber auch die Sanierung des Freibades (der TV berichtete) in diesem Jahr lassen ein derartiges Ergebnis nicht zu.

Ortsbürgermeister Elmar Trossen musste deshalb auch in der Haushaltssitzung einräumen, dass eines der Ziele, die Vorlage eines ausgeglichenen Haushalts, nicht erreicht werden konnte. In diesem Jahr müsse daher eine weitere Sparrunde eingeläutet werden. Andererseits sieht er es als Aufgabe des Gemeinderates, die Lebensqualität der Bürger der Gemeinde zu erhalten. Dies sei nicht nur eine Verpflichtung, sondern auch ein selbst gestecktes Ziel. Die im Haushalt 2006 enthaltenen Projekte seien bestens geeignet, die Infrastruktur der Gemeinde Kröv zu verbessern. "Wir haben in den letzten Jahren schon viele Aufgaben bewältigt, und deshalb werden wir auch die Herausforderung des Jahres 2006 meistern", sagte Trossen. Kämmerer Axel Gessinger von der Verbandsgemeindeverwaltung stellte anschliessend den Etat 2006 vor, der im Vermögenshaushalt Einnahmen und Ausgaben von 1 426 000 Euro vorsieht. Den Großteil dieses Betrages machen mit 1 100 000 Euro die Sanierung des Freibades und die Resterschließung des Baugebietes "Petersbach" aus. Zur Finanzierung des Vermögenshaushaltes besteht ein Kreditbedarf von 238 000 Euro, davon langfristig 144 000 und kurzfristig 94 000 Euro. Zur weiteren Finanzierung des Vermögenshaushaltes soll das ehemalige Verkehrsbüro für 76 000 Euro an die Verbandsgemeinde verkauft werden. Der Verwaltungshaushalt sieht Einnahmen von 2 400 000 Euro und Ausgaben von 3 769 000 Euro vor. In dem Fehlbedarf von 1 369 000 Euro ist laut Kämmerer Gessinger der Fehlbetrag 2005 von 1 054 300 Euro enthalten, so dass die Unterdeckung 2006 effektiv 314 700 Euro beträgt. Gessinger bezeichnete die Finanzsituation der Gemeinde als sehr angespannt. Er stellte jedoch fest, dass der Fehlbedarf 2006 unter dem der Vorjahre liege.