Gemeinde saniert Brücke selbst

Seit einigen Monaten versucht die Gemeinde Kinheim; die nach einem Tüv-Gutachten erforderliche Sanierung der Moselbrücke Kinheim auf den Landkreis Bernkastel-Wittlich abzuwälzen. Den Antrag auf Aufstufung der Brücke zur Kreisstraße hatte die Kreisverwaltung abgelehnt (der TV berichtete), weil eine Aufstufung dem Landesstraßengesetz widerspechen würde.


Auch in seiner jüngsten Sitzung befasste sich der Gemeinderat Kinheim erneut mit der Sanierung der Brücke Kinheim, um seine Vorgehensweise festzulegen. Bisher wollte die Gemeinde eine Aufstufung der Brücke zur Kreisstraße mittels Klageweg erreichen. Jetzt beschloss das Gremium, die Gemeinde solle als Eigentümerin der Brücke die Sanierung selbst in die Hand nehmen. Während man sich bisher um Zuständigkeiten in der Sache gestritten hatte, informierte Ortsbürgermeister Jens Stamm den Rat über die zu erwartenden Kosten der Sanierung. Nach der Kostenermittlung des Ingenieurbüros Flesch aus Kenn belaufen sich die Kosten nach dem vorliegenden Prüfbericht des Tüv auf 220 000 Euro. Die Gemeinde Kinheim ist als jetziger Eigentümer der Brücke verpflichtet, die Sanierungskosten nach dem gesetzlichen TÜV-Gutachten zu tragen, sie kann dies jedoch aus eigenen finanziellen Mitteln nicht allein tragen. Von Seiten der Verwaltung wurden deshalb mit dem Landesbetrieb Mobilität und der Kreisverwaltung Gespräche über Fördermöglichkeiten gesucht, wobei anteilmäßige Kosten in Aussicht gestellt wurden.
Die Gemeinde wird umgehend den formalen Förderantrag stellen. Das weitere Vorgehen des Rates hängt weitestgehend von Gesamtsumme der zu erwartenden Fördergelder ab. khg

Mehr von Volksfreund