Gemeinsam auf dem Weg zu Gott
Pilger nehmen sich eine Auszeit vom Alltag und machen sich bewusst auf den Weg zu Gott und zu sich selbst. Die diesjährige Wallfahrt des Verbundkrankenhauses Bernkastel-Wittlich führte rund 50 Pilger zum Zisterzienserkloster Himmerod.
Großlittgen. (red) Gerade in einem Krankenhaus stoßen Patienten, ihre Angehörigen und die dort tätigen Ärzte und Pflegekräfte häufig an Grenzen, wo der Mensch alleine nicht mehr weiter kann. Selbst weitreichende Kenntnisse zu Physis und Psyche des Menschen, unterstützt durch hochmoderne Gerätetechnik, sind doch begrenzt.
Es sind Ereignisse, wie Krankheit oder der Verlust geliebter Menschen durch Krankheit, die zu Lebenskrisen führen können.
"Warum passiert mir das?" Zweifel an Gott und am eigenen Glauben werden in solchen Situationen häufig laut. Die Organisatoren der Wallfahrt um Pastoralreferentin Monika Hartmann von der Krankenhausseelsorge stellten das diesjährige Motto "Ich glaube...?!" in diesen Zusammenhang.
Sie nahmen aber auch die Wahrnehmung der Grenzen eigener Belastbarkeit in den Mittelpunkt der Gebete, Lieder und Meditationen. Wallfahrt als "Wellness für die Seele", als Auszeit und Gegenpol zur schnelllebigen, mitreißenden Strömung der Zeit.
Sich miteinander auf den Weg machen, durch Zweifel und Krise hindurch an Stärke und Glauben gewinnen, waren die bewegenden Motivationen des Pilgerzuges. Er führte vorbei an der Marienkapelle von Karl, öffnete den Blick auf die weiten Wiesen und Wälder am Hunnenkopf. An der Marienkapelle des Klosters Himmerod endete die Wallfahrt in einem gemeinsamen Abschlussgottesdienst.