Gemeinsam gegen die Pfunde kämpfen

Gemeinsam gegen die Pfunde kämpfen

13 Personen kommen regelmäßig in die Selbsthilfegruppe für Übergewichtige. Dabei ist das keine Abnehmgruppe, sondern es wird auf Unterstützung bei den Pro blemen, die mit dem Gewicht zusammenhängen, gezählt. Eine Gruppe für Jugendliche soll entstehen.

Wittlich. Mit dem Übergewicht hängt vieles zusammen. Das weiß Monika Gassen aus eigener Erfahrung. Seit vielen Jahren kämpft sie gegen die Pfunde. Sie hatte erhebliche gesundheitliche Probleme. Mit Hilfe einer Operation, bei der sie einen Schlauchmagen bekommen hat, konnte sie 50 Kilogramm abnehmen. Neben der Operation als Therapie haben die Ärzte ihr empfohlen, eine Selbsthilfegruppe aufzusuchen, damit es ihr leichter fällt, ihr Gewicht zu halten. "Aber ich habe keine gefunden, auch öffentliche Stellen, die ich gefragt habe, konnten mir nicht weiter helfen. Also habe ich selbst eine Gruppe gegründet."
Unterstützung bekam sie von der Organisation Sekis, die Kontakt- und Informationsstelle zur Förderung der Selbsthilfe in Trier. Wichtig ist Monika Gassen, dass klar ist, dass es sich um eine Selbsthilfe- und nicht um eine Abnehmgruppe handelt. Die Motive, aus denen die Mitglieder kommen, sind vielfältig: Einige wollen besser mit ihrem Gewicht leben und sich so akzeptieren, wie sie sind, andere suchen Unterstützung, bei verschiedenen Methoden Gewicht zu reduzieren, entweder mit einer Operation oder mit veränderter Ernährung und Sport.
Monika Gassen erklärt: "Wir sprechen über unser Befinden, denn wir haben alle ein Problem mit unserem Gewicht. Wir wollen Hilfe geben und nehmen selbst welche an." Eine Teilnehmerin sagt: "Hier in der Gruppe sind Freunde, und die stabilisieren mich. Dadurch habe ich vier Kilo abgenommen." Bei den Treffen herrsche eine familiäre Atmosphäre. Annika Roth sagt: "Man fühlt sich hier nicht allein gelassen, kann im kleinen Kreis reden, und alles was man sagt, bleibt im Raum." Dazu kämen ganz praktische Tipps, beispielsweise werden Erfahrungen mit Krankenkassen ausgetauscht. Regelmäßig sind Referenten zu Gast. Eine Physiotherapeutin sprach über das Herz-Kreislaufsystem und ein Fachmann für Hockergymnastik hat Übungen gezeigt. Das soll fortgesetzt werden. Finanzielle Mittel hat die Gruppe nicht, den Raum dürfen sie mietfrei nutzen, und die Referenten nehmen kein Geld von ihnen. Bedarf sehen die Übergewichtigen bei Jugendlichen mit Gewichtsproblemen. Für sie sollte es ihrer Meinung nach eine eigene Gruppe geben. Und die wollen sie auch ins Leben rufen. chb
Die Gruppe trifft sch alle zwei Wochen mittwochs um 18 Uhr in der Kurfüstenstraße 59. Kontakt: Monika Gassen, Telefon 06571/20801.

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