Gemeinsam Vorurteile ausräumen

Wittlich · Die Wittlicher Eyüp Sultan Moschee in Wittlich wird von Menschen aus zehn Nationen besucht. Auch Flüchtlinge sind hier willkommen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat jetzt im Rahmen ihrer Wahlkampftour mit Vertretern der Gemeinde gesprochen.

 Im Anschluss an den offiziellen Teil nutzt Malu Dreyer die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen. TV-Foto: Nora John

Im Anschluss an den offiziellen Teil nutzt Malu Dreyer die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen. TV-Foto: Nora John

Foto: (m_kreis )

Wittlich. Das Gedränge ist groß, als die Miniiterpräsidentin Malu Dreyer zusammen mit ihrem Mann Klaus Jensen aus dem Auto steigt. Es gibt einen Blumenstrauß für die Landeschefin, es werden Hände geschüttelt. In der Moschee geht die ganze Gruppe aus Politikern, Presse und den Mitgliedern der islamischen Gemeinde auf Strümpfen in den im ersten Stock gelegenen Gebetsraum. Dort erfährt Dreyer mehr über die Gemeinde. Zum Beispiel, dass Menschen aus zehn Nationen ein- und ausgehen und auch Flüchtlinge unter ihnen sind.
Die Gemeinschaft der Religionen und die Vielfalt der Nationen in Rheinland-Pfalz sind auch das Thema bei den Ansprachen, die im unteren Teil der Moschee gehalten werden. "Die Religionen sind unterschiedlich, deshalb ist es wichtig, dass wir miteinander reden", sagt die Ministerpräsidentin. Sie betont, dass es wichtig sei, dass die muslimischen Gemeinden dabei helfen, denen, die neu ins Land kommen, bei der Integration zu helfen.
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"Die meisten von Ihnen sind hier zuhause", sagte sie zu ihren Gastgebern. Deshalb müsse gemeinsam überlegt werden, wie die jeweils andere Kultur vermittelt werden könne.
"Es ist wichtig, dass das Land zusammenhält", sagte Dreyer im Hinblick auf zunehmende rechten Strömungen. Es gehe darum, gemeinsam Missverständnisse und Vorurteile auszuräumen. Yilmaz Yildiz, der Vorsitzende der Islamischen Religionsgemeinschaft Ditib Rheinland-Pfalz, lobt die Bereitschaft von Ministerpräsidentin Dreyer zu Gesprächen. "Wir haben noch nie eine Absage bekommen, wenn wir das Gespräch gesucht haben." Im Anschluss an den offiziellen Teil hatten die Anwesenden Gelegenheit, Fragen zu stellen.
Dabei geht es unter anderem um islamischen Unterricht für Kinder an rheinland-pfälzischen Schulen. Sowohl Dreyer als auch Yildiz betonten, dass es Gespräche gebe, der entsprechende Vertrag aber noch nicht ausgereift sei. noj

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