Gemüse und Gespräche

THALFANG. (urs) Der Thalfanger Wochenmarkt hat sich in zehn Jahren zu einem gefragten Angebot gemausert. Dabei ist er weder exklusiv noch exotisch, dafür aber überschaubar und gemütlich.

"Es ist ja kein riesiger Markt, aber ein schöner Treffpunkt für die Leute." Mit diesem Satz trifft Verbandsgemeinde-Touristiker Daniel Fett ins grüne Herz des Thalfanger Wochenmarktes. Die Stammkundschaft auf dem Villeneuver Platz schätzt das Angebot seit zehn Jahren. "Wir kommen jeden Mittwoch her", erzählt Toni Trees, die sich mit Paul Zender auf dem Markt umschaut. Mal gibt es ein Glas Imker-Honig, mal Gemüse oder schöne Landeier. "Was halt so anfällt", so die Thalfangerin. "Hier gibt's Gemüse, Salat, Obst, Blumen - was wollen wir denn noch mehr", loben Gertrud Hein und Josef Heinz das Angebot. Die Geschäfte kommen bei den Thalfangern aber nicht zu kurz: "Wir lassen das Geld lieber im Dorf, billiger bekommen wir es sonst auch nicht." Christel und Alois Künzer aus Breit sind "hin und wieder" beim Wochenmarkt. Dieses Mal brauchen sie Pflänzchen für den Garten und ein bisschen Obst, was auch Enkelin Jule spannend findet. Für Inge Sommerfeld, Thalfang, ist das Angebot in Ordnung: "Wir sind immer da, wenn Markt ist." Bei Lieselotte und Alfred Jungbluth, Talling, ist alle zwei oder drei Wochen Markttag: "Da kommt man mit den Leuten zusammen und Geschäfte sind ja auch da." Ein Genuss, für alle, wie Jungbluth findet: "Die Frauen kaufen Gemüse, die Herren trinken mal einen Jägermeister", blickt er schmunzelnd in die Runde, in der die Thalfangerin Helene Schneider den geliebten Cappuccino genießt. Bernhard Wiegmann möchte den Markt nicht missen: "Hier gibt es Kräuter, Gemüse, Fleisch, Brot und Kaffee." Doch vor allem schaue er "des Gespräches wegen" vorbei. Zur Feier des Tages gab's beim Jubiläum das Bierchen für einen Euro, dazu für die Damen eine Rose und für die Herren einen Schnaps. Mit den Kunden halten auch die Standbetreiber dem Wochenmarkt die Treue. So Brigitte Schmidt, Etgert, mit Apfelwein, Wurst, Rapsöl und Edelbränden, Gemüsehändler Frischtatzky aus Lückenburg, Heidenburgs Bäckerei Schander, Imker Steinbach, Berglicht, und die Metzgerei Donell aus Kastellaun. Hans-Dieter Dellwo spricht als Chef des Tourismusvereins "Ute" dafür "Respekt und Anerkennung" aus, während Ortsbürgermeister Franz-Josef Gasper findet: "Man muss euch manchmal bewundern, vor allem im Winter, wenn auch mal wenig Betrieb ist."