Generationentreff findet regen Zuspruch

Generationentreff findet regen Zuspruch

Im Noviander Pfarrhaus sind sich Menschen verschiedenen Alters von 30 Jahren aufwärts begegnet. 70 Besucher haben das "Pfarrcafé für Jung und Alt" besucht, das zum zweiten Mal angeboten wurde.

Maring-Noviand. Die Geräuschkulisse lässt schon an der Tür keinen Zweifel: Auch das zweite "Pfarrcafé für Jung und Alt" ist ein voller Erfolg. Anders als bei der Premiere im August sitzen die Besucher zwar nicht im Freien beisammen, sondern im kleinen Saal und einem weiteren Raum des Noviander Pfarrhauses. Doch die Stimmung ist ebenso gut wie vor zwei Monaten.
Oma, Mutter und Enkelin


"Man trifft so viele Leute, die man sonst kaum sieht", freut sich Hannelore Pauly (77) über das lockere Kaffeekränzchen mit teils deutlich jüngeren Frauen. Das Nesthäkchen am Tisch ist Christine Frey (30). Das Pfarrcafé sei eine gute Idee. Daher werde sie auch - ebenso wie ihre Mutter und Oma - beim dritten Treff dabei sein. Ursula Simon (62) war extra aus Platten gekommen, um erneut ihre Mutter zum Pfarrcafé zu fahren. Das tut sie auch, wenn ein Seniorennachmittag angeboten wird - nur geht sie dann nie mit zum Kaffeetrinken. Wie sie genoss auch Nelly Lehnen (75) die "schöne Gesellschaft". Der reguläre Seniorennachmittag sei zwar auch schön, versicherte Anita Schröder (73). Aber dort säßen dann ja nur Senioren beisammen.
Initiator des etwas anderen Treffpunkts ist der aus Maring-Noviand stammende Diakon Ulrich Weinand. Das Pfarrcafé ist das erste Projekt des am Pfingstsamstag im Trierer Dom geweihten 44-Jährigen (der TV berichtete). Als Seelsorger der Pfarreiengemeinschaft rechts und links der Mosel übernimmt er insbesondere karitative Aufgaben wie die Krankenseelsorge. Er wirkt bei Messen mit, predigt, tauft, beerdigt oder assistiert bei Trauungen. Dass zum zweiten Pfarrcafé um die 70 Besucher vorbeischauen, freut ihn riesig. Mit so vielen Gästen hätten sie schon wegen der kalten Witterung dieses Mal nicht gerechnet: "Das zeigt, dass das Angebot, die Dorfgemeinschaft zusammenzubringen, passt." Vorerst sei angedacht, vier- oder fünfmal im Jahr einzuladen. Eine tragende Säule des Cafés ist das Serviceteam, das auch bei den Seniorennachmittagen hilft: Monika Gorges, Monika Hangauer, Elisabeth Klink, Marga Schröder, Gudrun Wolf und Gemeindereferentin Margot Hartung.
Heute sei hier einfach eine andere Stimmung als beim Seniorennachmittag, erzählt Marga Schröder. Und Elisabeth Klink freut sich vor allem, dass die Café-Gäste vom Alter her bunt gemischt sind. urs

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