Genug Salz auf Halde

THALFANG/HERMESKEIL. (urs) Die Straßenmeistereien in Thalfang und Hermeskeil haben den Winter im Griff. Dafür haben sie schon zeitig vorgesorgt.

Der Winter ist stramm, aber nicht ungewöhnlich. Darin sind sich die Fachleute der regionalen Straßenmeistereien einig. Der bisherigr Verbrauch an Salz ist aber dennoch überdurchschnittlich hoch. "Wir mussten schon relativ früh nachbestellen", sagt Gerd Zonker, Chef der Thalfanger Außenstelle des Landesbetriebs Straßen und Verkehr. Denn anders als im Vorjahr, hat sich der Winter schon im November mit Schnee und Eis gemeldet. Sollte er sich dafür zeitiger verabschieden, und nicht wie 2005 erst im März, wird der Bedarf aber im Schnitt liegen, schätzt Zonker. Der Jahresverbrauch für das von Thalfang aus betreute rund 300 Kilometer-Steckennetz liegt bei 1500 bis 2000 Tonnen. Zur Bevorratung steht der Straßenmeisterei statt der früher 600-Tonnen-Halle eine mehr als 1000 Tonnen fassende zur Verfügung. Etwa 2000 Tonnen bevorratet die Hermeskeiler Straßenmeisterei, die für ein ähnlich großes Straßennetz zuständig ist. Leiter Arnold Eiden muss daher nicht fürchten, dass ihm das Salz knapp wird. "Wir schreiben so etwas immer im Frühsommer aus, damit wir den günstigsten Preis bekommen", erklärt er. Anbieten würden sowohl Lieferanten wie Hersteller, die teils in Sizilien oder Nordafrika sitzen. Bis das Salz auf deutschen Straßen landet, hat es folglich einen weiten Weg hinter sich. "Letztes Jahr hat ein holländisches Unternehmen marokkanisches Salz geliefert", nennt er ein Beispiel. Frühere Engpässe basierten daher oft auf logistischen Problemen der Lieferanten. Natürlich spielt auch die Witterung eine Rolle. So hatte vor ein oder zwei Jahren die zugefrorene Mosel den Schiffstransport lahm legt. Wer dann seine Vorräte schwinden sieht, der muss haushalten. Die moderne Streutechnik ist da aber behilflich. Denn heutige Fahrzeuge können besser dosieren. Und das sowohl von der Menge her als auch durch einen gezielten Einsatz in der Breite. Doch trotz aller Technik könnten Straßenwärter nicht überall gleichzeitig, sagt Zonker. Er wünscht sich manchmal mehr Verständnis von den Bürgern. Außerdem habe auch die beste Wettervorhersage ihre Grenzen, wie bei zusätzlichen Kontrollfahrten festzustellen sei. "Regionale Besonderheiten" wie plötzliche Glätte auf einzelnen Streckenabschnitten seien nicht vorhersehbar: "Wir können den Autofahrern nicht die Verantwortung nehmen."

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