Gericht recherchiert weiter in Chile

Gericht recherchiert weiter in Chile

Im Strafverfahren gegen den entlassenen Tourismuschef von Traben-Trarbach, Matthias Holzmann, wird das Amtsgericht Bernkastel-Kues die Deutsche Botschaft in Chile einschalten. Das Gericht erhofft sich weitere Erkenntnisse für den Verlauf des Verfahrens.

Traben-Trarbach/Bernkastel Kues. Hat der ehemalige Tourismuschef Matthias Holzmann ein falsches Zeugnis vorgelegt, als es um seine Einstellung als Leiter der Tourist-Info in Traben-Trarbach ging? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Strafprozesses gegen Holzmann.
Das Gericht hat dazu eine erste Antwort der deutsch-chilenischen Handelskammer erhalten. Diesem Schreiben ist aber, so das Gericht, lediglich zu entnehmen, dass verschiedene Firmen, an denen Holzmann beteiligt war, im Jahr 2010 mit hohen Schulden bei mehreren chilenischen Tourismusdienstleistern in Konkurs gegangen sind. Das reicht dem Gericht nicht, und es wird daher die Deutsche Botschaft einschalten, um nähere Informationen zu bekommen.
Laut Holzmann werden in Chile viele Firmen mit einem komplizierten Namen ins Handelsregister eingetragen. Im Kontakt mit Kunden verwende man dann einfachere Fantasienamen auf den Briefköpfen. Das will das Gericht jetzt prüfen. sim

Mehr von Volksfreund