Gesang im Zeichen der Rose

Der Frauenchor Dhron ist 1985 von 30 sangeslustigen Frauen gegründet worden. Als Frauenchor Neumagen-Dhron feiern die Sängerinnen das 25-jährige Bestehen der Gemeinschaft mit einer Rosennacht.

Neumagen-Dhron. "Die Rose ist unser Zeichen", sagt Rita Oschkinat, Vorsitzende des Frauenchors Neumagen-Dhron. Die zwanzig aktiven Sängerinnen des Vereins zieren sich bei ihren Auftritten mit einer roten Ansteckrose. Insofern ist es für Oschkinat nur logisch, das Jubiläum des Frauenchors unter dem Namen der Königin aller Blumen zu begehen.

"Bei der Rosennacht am 28. August haben alle auftretenden Chöre Lieder rund um die Rose im Repertoire", sagt Oschkinat. Für die Rosennacht in der Dhrontalhalle, zu der ab 19 Uhr Einlass ist, haben die Chorfrauen ein attraktives Programm zusammengestellt. Neben dem eigenen Auftritt sorgen die Mezzosopranistin und Kammersängerin Ingrid Wagner, der Berliner Lothar Stadtfeld mit modernen Stücken sowie die Riesling Harmonists im Stile der Comedian Harmonists für ein abwechslungsreiches Programm.

Begonnen hat die Geschichte des Chores 1985, als Christa Bach, die inzwischen verstorbene Schwester der Vorsitzenden Oschkinat, auf die Idee kam, einen Frauenchor zu gründen. Bach ging von Haus zu Haus und begeisterte 30 Frauen für den Frauenchor. "Zwölf Frauen von damals sind heute noch dabei", sagt Oschkinat. Am 20. Mai 1985 wurde der Verein ins Leben gerufen. Mit Dieter Mattheus, der auch den Kinder- und den Kirchenchor leitete, war ein erster Chorleiter schnell gefunden.

Das erste Konzert ist der Vorsitzenden nicht mehr in Erinnerung. Aus ihren Aufzeichnungen kann sie aber nachvollziehen, dass der Chor in den ersten fünf Jahren nach der Gründung 45 Mal bei Straßen- oder anderen ortsinternen Festen aufgetreten ist.

"Wir waren sofort eine lokale Größe", sagt Oschkinat. 2001 schloss man sich mit dem Frauenchor Neumagen zum Frauenchor Neumagen-Dhron zusammen. Chorleiterin ist seit 1997 Mechthild Kortemeier. Das Repertoire des Chors, der meist zu wohltätigen Zwecken ohne Gage auftritt, beinhaltet eine reiche Auswahl an klassischen und modernen deutschen Liedern. Darunter sind Stücke wie Tabaluga von Peter Maffay, Muscialstücke aus Cats oder My Fair Lady, aber auch chorgeistliche Lieder und Marienlieder.

"Es gibt nichts, was wir nicht schon versucht haben", sagt die erste Vorsitzende. In letzter Zeit hat sich eine kleine Gruppe innerhalb des Chors herausgebildet, die auch englische Lieder singt.

Oschkinat hofft, dadurch jüngere Frauen in den Chor zu ziehen. Denn der Altersdurchschnitt von 60 Jahren - die älteste Sängerin ist 89 Jahre alt - und der fehlende Nachwuchs sind ein Problem für den langfristigen Fortbestand des Chors, der 20 aktive Sängerinnen zählt. "Die direkte Ansprache ist immer am erfolgreichsten", sagt Oschkinat.

Vielleicht animiert auch die Rosennacht potenzielle Sängerinnen, bei einer Chorprobe des Frauenchores ihre Gesangskünste zu testen.