Geschäfte trotz Baustelle erreichbar

Geschäfte trotz Baustelle erreichbar

Der Straßenausbau macht der Gemeinde Mülheim weiterhin zu schaffen. Wegen des Einsturzes einer kleineren Brücke ist das derzeit aufgebaggerte Zentrum noch schwieriger als bisher erreichbar. Die Geschäfte können jedoch über die Tankstelle angefahren werden.

Mülheim. Bei den Bauarbeiten in Mülheim hat sich ein weiteres Problem aufgetan. Erst kürzlich war beim Ausbaggern für das Verlegen neuer Wasser- und Kanalleitungen teerhaltiges Material ans Tageslicht getreten, dessen Entsorgung den Straßenausbau verteuern wird (der TV berichtete).

Nun sorgt der Einbruch einer Brücke über den Veldenzer Bach für Verzögerungen beim Ausbau der Ortsdurchfahrt. Dass der Zustand des unter der Fahrbahndecke verborgenen Brückenbauwerks vor der Apotheke nicht der allerbeste ist, war bereits bekannt. Im Vorfeld seien ja Bohrkern-Untersuchungen durchgeführt worden, erklärt Robert Kranz, Bauleiter des Ingenieurbüros Garth in Bernkastel-Kues. Diese hatten gezeigt, dass vor allem das untere Bruchsteingewölbe marode ist. Daher sollte die Brücke im Zuge der Arbeiten ohnehin erneuert werden. Ihr unvermittelter Einsturz hat jedoch eine Unterbrechung der Arbeiten zur Folge. Das restliche Fahrbahnstück vom Hotel Schiffmann bis zum Moselbrückenkopf kann erst nach dem Wiederaufbau der Brücke fertig ausgebaut werden.

Um die Arbeiten insgesamt nicht über Gebühr hinauszuzögern, wurde derweil mit dem Ausbau des restlichen Straßenabschnittes in Richtung Veldenzer Straße begonnen. Dies hat zur Folge, dass Autofahrer, die derzeit von der Moselbrücke nach Mülheim fahren wollen, weder nach links noch nach rechts in den Ort abbiegen können. Dennoch sind die Geschäfte rund um die eingestürzte Brücke weiterhin erreichbar. Allerdings nicht von der Brücke aus, sondern über die nach Monzelfeld führende Landesstraße. Wer an der Mülheimer Tankstelle abbiegt, kann das Zentrum des Ortes problemlos erreichen und dort auch parken.

Laut Ortsbürgermeister Horst Faust sind die Geschäfte zudem über Seitenstraßen erreichbar. Ortskundige würden das Zentrum in aller Regel von oben her anfahren. "Aber man muss schon überlegen, wie man fährt", räumt er ein. Der Nachbarort Veldenz ist über eine Nebenstrecke von Brauneberg aus erreichbar. Doch nicht nur Autofahrer müssen derzeit mit Einschränkungen leben. Denn während der Bauarbeiten ist auch die Bushaltestelle im Zentrum des Ortes verlegt. Ein- und Ausgestiegen wird derzeit an der Bundesstraßen-Ortsumgehung auf Höhe der Fußgängerunterführung.

Nach Auskunft des Sehlemer Straßenbauers Lehnen könnten die Bauarbeiten jedoch an Weihnachten vielleicht schon Geschichte sein. Sofern das Wetter mitspielt, könnte das einzige Kreisstraßen-Teilstück des ersten Bauabschnitts binnen sechs Wochen fertig sein. Allerdings müsste dann alles optimal laufen, bremst Bauleiter Kranz allzu große Hoffnungen aus.

Extra Bauarbeiten: Der Ausbau der kompletten Ortsdurchfahrt hat in diesem Jahr begonnen. Im ersten Bauabschnitt werden entlang der Hauptstraße Wasser- und je nach Bedarf auch Kanalleitungen ersetzt. Anschließend werden Fahrbahn und Gehwege erneuert. Ab dem Bergweg bis zum Hotel Schiffmann ist das bereits geschehen. Seit dieser Woche laufen die Arbeiten in dem Abschnitt am Moselbrückenkopf vorbei bis zur Abzweigung nach Veldenz. Ein zweiter Bauabschnitt umfasst den Abschnitt von der Veldenzer Straße in Richtung Sportplatz sowie danach im dritten Abschnitt an die Strecke zwischen Tankstelle und Bergweg. Allein für den aktuellen ersten Bauabschnitt belaufen sich die Kosten auf rund 300 000 Euro für die Verbandsgemeindewerke plus gut 400 000 Euro für Gemeindestraße und Gehwege. Diese Investition müssen die Gemeinde und die mit 60 Prozent beteiligten Bürger schultern. Das Besondere: In Mülheim laufen die Abwässer aus Veldenz, Burgen, Brauneberg und Wintrich zusammen und werden von dort zur Kläranlage auf der anderen Moselseite gepumpt. (urs)

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