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Geschäftsführerposten des DRK-Rettungsdienstes EMH seit zwei Jahren nicht besetzt

Fast zwei Jahre Vakanz : Eifel, Mosel, Hunsrück: Das DRK sucht seit zwei Jahren einen Geschäftsführer für den Rettungsdienst

Das Deutsche Rote Kreuz sucht zum zweiten Mal einen Kandidaten für den Geschäftsführerposten.

Der Rettungsdienst Eifel-Mosel-Hunsrück (EMH), ein Unternehmen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), sucht einen neuen Geschäftsführer. Er soll die Nachfolge antreten von Ilse Pazen-Prinz, die im Februar 2019 entlassen wurde. Der Posten war seitdem kommissarisch übernommen worden von Diana Peters, Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbandes Vulkaneifel, und ihrem Kollegen Carsten Berg aus Bernkastel-Wittlich.

Gesucht wird eine Person mit abgeschlossenem Studium im betriebswirtschaftlichen/sozialen Bereich oder mit vergleichbarer Qualifikation und mit Erfahrung in leitender Funktion mit Personalverantwortung, heißt es in der Stellenbeschreibung. Sie soll das operative Geschäft des DRK-Rettungsdienstes verantwortlich übernehmen. Zum Geschäftsbereich gehören zehn Rettungswachen in den Landkreisen Vulkaneifel und Bernkastel-Wittlich mit insgesamt 30 Rettungs- und Krankenwagen und mehr als 250 Kräften. Bis zum 29. Januar können sich Interessenten noch für die Stelle bewerben.

Zwei Jahre ist der Posten im Februar vakant. Warum hat es so lange gedauert, bis ein Nachfolger für Pazen-Prinz gesucht wurde? Der Aufsichtsrat habe seinerzeit entschieden, dass die beiden Kreisgeschäftsführer die DRK EMH leiten und durchleuchten, damit die Anforderungen für die Aufgabe besser definiert werden können, sagt Ulf Hangert, Vorsitzender des Aufsichtsrats. Das habe auch gut funktioniert. Allerdings sei die Leitung des Rettungsdienstes nicht die Hauptaufgabe der beiden Kreisgeschäftsführer.

Damit unternimmt das DRK einen zweiten Anlauf, um die Stelle wieder zu besetzen. Bereits im Sommer 2020 habe man die Stelle ausgeschrieben und rund 40 Bewerbungen erhalten, bestätigt Hangert. Doch habe man sich im Aufsichtsrat nicht auf eine Person einigen können. Man habe festgestellt, dass der  ausgesuchte Mensch doch nicht so zielgenau passe. „Es liegt uns viel daran, dass wir uns mit einem großen Konsens einigen“, sagt Hangert. Einen Schnellschuss wolle man vermeiden. Bis wann wird die laut Hangert unbefristete Stelle des Geschäftsführers wieder besetzt sein?  Dies hänge von dem Bewerber ab und von dem Zeitpunkt, an dem dieser zur Verfügung stehe, sagt der Vorsitzende des Aufsichtsrats. Im Februar wolle sich das Gremium intensiv mit der Neubesetzung der Stelle und den Kandidaten befassen und sorgfältig eine Entscheidung treffen. Hangert: „Es sind schon eine Menge Bewerbungen eingegangen. Wir hoffen, dass noch mehr kommen.“