Geschichte zum Sehen und Erleben

Unter dem Titel "Römer- und Germanentage" wurde die Varusschlacht in Kalkriese (Osnabrücker Land) nachgestellt. Trotz ständigen Regens fanden sich mehr als 26 000 Besucher ein. Mit dabei war auch der Wintricher Verein "Vigilia Romana Vindriacum".

Wintrich. (red) Eines der dunkelsten Kapitel der römischen Geschichte: die Varusschlacht, ekannt als "Schlacht am Teutoburger Wald" (nach späteren Erkenntnissen in den Sümpfen bei Kalkriese). Unter Arminius, bekannt als Hermann der Cherusker, besiegten die Germanen im Jahr 9 nach Chr. drei römische Legionen des römischen Feldherrn Varus. Diese wurden mit Hilfstruppen und Tross fast vollständig aufgerieben.

Jetzt wurde am Museum und Park Kalkriese täglich ab 14.30 Uhr die Varusschlacht nachgestellt. Insgesamt 400 Darsteller schlüften in die Roller der Römer und Germanen. Die Gruppen kamen aus ganz Europa, mit dabei war auch der Römerverein "Vigilia Romana Vindriacum" aus Wintrich. Die vier Tage verbrachten alle anwesenden Darsteller in einem riesigen Zeltlager.

Der Verein ist auch noch auf anderem Gebiet aktiv. Unter dem an der Mittelmosel bekannten Titel "Römer, Wein & Amphoren" experimentieren die Wintricher mit der Lagerung und dem Transport von Wein in Amphoren. Diesen Versuch hat der Wintricher Verein für rekonstruktive Geschichte 2004 ins Leben gerufen. Jetzt geht es der dritten und letzten Versuchsreihe Ergebnis entgegen.

Mit Einstieg am Samstag, 29. August, am Gestade gegenüber der Verbandsgemeinde Bernkastel am Pavillon, beginnend mit dem Auftritt römischer Legionäre startet die Vorstellung des Experiments. Am Sonntag 30. August, besteigen die Römer in Wintrich um etwa 11 Uhr am Anlegesteg beim Weingut Geyerslay das römische Weinschiff aus Neumagen. Damit werden die Amphoren nach Bernkastel gebracht, wo die Premiere am Karlsbaderplatz so gegen 13.30 Uhr beginnt.