GESCHICHTE

Zu den ersten Stolpersteinen in Wittlich schreibt dieser Leser:

Sicher ist es gut und richtig, der Opfer des Massenmörders Hitler zu gedenken - ob Juden, Polen oder anderer. Ob es allerdings vertretbar ist, das Gedenken mit sogenannten Stopersteinen zu begehen, ist energisch zu bestreiten: Sind diese im Pflaster eingelassen, so geht der normale Mensch darüber hinweg, denn er schaut in Augenhöhe um sich, nur selten auf den Boden. Wenn er nämlich auf den Boden schaut, läuft er Gefahr, mit dem Kopf gegen ein Hindernis zu stoßen. Der Normalo tritt also - ohne bösen Willen - das Andenken der Nazi-Opfer mit Füßen - vergleichbar mit dem Herumtrampeln auf Gräbern. Was soll das Ganze? Der Verdacht drängt sich auf, dass der große Künstler Gunter Demnig hier eine Geldquelle erschlossen hat, indem er das Andenken an Hitlers Opfer ausnutzt. Wer wagt es schon, Maßnahmen zum Gedenken der Nazi-Opfer abzulehnen, auch wenn es den Steuerzahler Geld kostet - und wenn es an anderer Stelle benötigt wird? Wir sollten das Andenken der Nazi-Opfer ehren, nicht aber auf Kosten der Steuerzahlen darauf herumtrampeln. Ernst Hanrath, Bruch