Geschweißt, geschraubt, lackiert

Zwei Tage lang feierte die Freiwillige Feuerwehr Niederscheidweiler. Dafür gab es zwei gute Gründe: Das große Biergartenfest am Spritzenhaus und die Einweihung ihres neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs.

Niederscheidweiler. (wk) Weihbischof Stephan Ackermann besuchte im Rahmen einer Visitation Niederscheidweiler. Dort zelebrierte er ein Pontifikalamt für die lebenden und verstorbenen der Freiwilligen Feuerwehr. Zur Einsegnung des neuen Spritzenfahrzeugs sang der Kirchenchor Niederscheidweiler und Pater Johannes Müller, Abtei Himmerod, spendete den Segen. Der Wunsch der Feuerwehr nach vielen Gästen, erfüllte sich, trotz wechselhafter Wetterlage. "Neu ist nicht immer ganz so neu, schadet aber nicht." Das berichtete Stefan Koch über das "neue" Tragkraftspritzenfahrzeug mit dem Baujahr 1980. Die Freiwillige Feuerwehr Mehrfeld unter Wehrführer Konrad Thiel hatte es 1984 bekommen, baute es mit viel Liebe, Zeit und Geld für ihre Einsätze aus. Thiel und seine Mannen trennten sich jetzt mit "Tränen in den Augen" von diesem Fahrzeug, hatten sie doch so viel Energie investiert. "Im Bewusstsein es in gute Hände zu geben, werden sie den Schmerz überwinden," sagte Koch. Schließlich ist die Freiwillige Feuerwehr Niederscheidweiler sehr rührig, hat einen großen Stellenwert in der Gemeinde. Jeder zehnte Bürger ist aktiv in der Feuerwehr, jeder 20. in der Jugendfeuerwehr. Bürgermeister Wolfgang Schmitz, Verbandsgemeinde Manderscheid, Wehrleiter Michael Weiler und Erwin Balling hatten sich für Aufrüstung und Transfer des Fahrzeugs nach Niederscheidweiler stark gemacht. Dort wurde dann geschweißt, geschraubt, lackiert, die Kanten neu geschützt. Mit der drei Jahre alten Tragkraftspritze ist das Fahrzeug in einem Top-Zustand. Und das wurde gefeiert. Darum spielte die Bläsergruppe Oberscheidweiler für Gäste und Gastwehren. Der Sonntag startete mit einem Frühschoppen. Für Unterhaltung sorgte der Spielmannszug Hontheim. Mittagessen, Kaffe und Kuchen standen für Hungrige bereit. Wem das noch nicht reichte, der fand beim späten Dämmerschoppen sicherlich die nötige Bettschwere.