Gespannt auf die Erweiterungspläne

Gespannt auf die Erweiterungspläne

Monatelang war es still um die Umbaupläne für die Kindertagestätte Berglicht. Doch nun ist das Thema wieder in aller Munde. Nach dem Ortsgemeinderat Neunkirchen haben sich auch die Kollegen in Breit - wie Büdlich, Neunkirchen und Schönberg Mitglied des Zweckverbands Kindertagesstätte Berglicht - mit dem Thema beschäftigt.

(urs) Der Gemeinderat Breit ist gespannt auf die Präsentation der aktuellen Pläne für die "Kindertagesstätte Berglicht". Wie mehrfach berichtet soll das Haus für Kinder unter zwei Jahren fit gemacht werden, die ab 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz haben.

Im Zuge des Umbaus will der Träger, der gleichnamige Zweckverband, das Gebäude sanieren und erweitern. Ein vor zwei Jahren vorgestellter Entwurf mit kalkulierten Kosten von 1,5 Millionen Euro wurde verworfen. Dennoch sind die Verbandsmitglieder, die Gemeinden Berglicht, Breit, Büdlich, Schönberg und Neunkirchen, grundsätzlich für einen Umbau. Der Zweckverband hat daher im Februar 2010 ein neues Raumkonzept beauftragt, das sich in einer Größenordnung von rund einer Million bewegen soll. Der Entwurf des Kinderbeuerner Architektur- und Ingenieurbüros Simon soll in der nächsten Sitzung des Gremiums vorgestellt werden. Die Breiter Ratsmitglieder hoffen, dass es erneut eine Präsentation in einem größeren Rahmen geben wird.

Mehrmonatiger Umzug während der Umbauphase



Im März 2009 nutzten rund 40 Räte, Erzieher und Eltern einen Infoabend. "Der Rat will gehört werden", zeigt Ortsbürgermeister Günter Klassen dafür Verständnis. Ratsmitglied Winfried Welter bekräftigt, die Planung müsse für jeden nachvollziehbar sein, und auch die Sichtweisen anderer seien wichtig. Daher sollten Informationen auch nicht über Dritte fließen: "Das ist mir zu vage." An umfassenden Änderungen führt seiner Einschätzung nach aber kein Weg vorbei. Für die Aufnahme von Kleinkindern sei nicht nur ein völlig anderes Raumkonzept mit Wickel- und Ruheräumen erforderlich. Die Kleinen könnten auch nicht ohne weiteres in Gruppen mit Älteren betreut werden. Daher geht Welter davon aus, dass sich an der Summe letztlich nicht allzuviel ändern lassen wird. Zumal Kosten wie für Mobiliar oder die Gestaltung der Außenanlagen in dem Betrag von einer Million Euro noch nicht enthalten seien. Mit weiteren 100 000 Euro sei zudem für eine etwaige "Containerlösung" zu rechnen. Denn während der Umbauphase wird wohl ein mehrmonatiger Umzug der Kinder erforderlich werden.

Anders als der Neunkirchener Rat, der kürzlich appelliert hatte, die Planung an Mindeststandards zu orientieren, hält sich Breit aber mit Vorab-Forderungen zurück. Dennoch ist die Investitionssumme auch für Breit bedeutsam. Denn sollte sich diese - nach Abzug etwaiger Zuschüsse - beispielsweise bei einer Summe um die 600 000 Euro bewegen, müsste die Gemeinde anteilig 60 000 Euro tragen.

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