1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Gesundheitsamt Bernkastel-Wittlich: Fördergeld für Digitalisierung

Thema im Kreistag : Das Gesundheitsamt  soll digitaler werden

Für das Projekt „Gesundheitsamt 2025“ hat der Kreis Bernkastel-Wittlich 492.500 Euro Fördermittel vom Bund zugesagt bekommen. 

Spätestens seit der Corona-Pandemie ist klar: Der Öffentliche Gesundheitsdienst muss digitaler werden. Dafür stehen im Rahmen des „Pakts für den Öffentlichen Gesundheitsdienst“ bis zu 800 Millionen Euro zur Verfügung. Das Bundesgesundheitsministerium unterstützt damit die Bundesländer und Kommunen dabei, Einrichtungen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes technisch zu modernisieren.

Der Kreis Bernkastel-Wittlich hat aus diesen Fördermitteln insgesamt 492.500 Euro für das sogenannte Projekt „Gesundheitsamt 2025“ zugesagt bekommen. Der erste Teilbetrag in Höhe von rund 249.000 Euro wurde zum 30. November ausgezahlt. Damit sollen jetzt im Gesundheitsamt verschiedene Entwicklungen angestoßen werden.

Dazu gehören zum Beispiel der Aufbau der IT-Infrastruktur und die Verbesserung der IT-Sicherheit, aber auch die Schulung und Qualifizierung von Mitarbeitern sowie der Aufbau eines Krisenmanagements. Im Rahmen des Projekts werden auch weitere Abteilungen im Kreis mit einbezogen sowie andere Gesundheitsämter beteiligt. Das wird komplett über die Fördermittel finanziert, dem Kreis entstehen keine weiteren Kosten.

Jetzt müssen Beraterleistungen vergeben werden. Das war in der zurückliegenden Sitzung Thema im Kreisausschuss und steht auch am Montag, 5. Dezember, im Kreistag auf der Tagesordnung. Die Verträge dafür müssen öffentlich ausgeschrieben werden, und zwar noch vor der nächsten Sitzung des Kreisausschusses, um im Zeitplan zu bleiben. Denn die Laufzeit des Projekts beträgt nur zwei Jahre, und sie hat bereits am ersten Oktober begonnen.

Deshalb hat der Kreisausschuss den Landrat dazu ermächtigt, die Beraterleistungen nach der Ausschreibung im Rahmen einer Eilentscheidung zu vergeben. Darüber wird dann am Montag noch im Kreistag abgestimmt. Die Kosten für Beratungs-, Coachings- und Schulungsprozesse betragen 135.000 Euro. Im Rahmen des Projekts stand eine weitere Angelegenheit auf der Tagesordnung des Kreisausschusses. Drei neue Server für rund 72.600 Euro und eine Online-Plattform zum „Cyber Security Awareness Training“ für knapp 45.800 Euro sollen angeschafft werden. Die Server sind leistungsfähiger und sollen es ermöglichen, produktiver zu arbeiten.

Auf der Plattform lernen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie sie sich im digitalen Bereich sicher verhalten. So sollen „menschliche Sicherheitsrisiken“ gesenkt werden. Der Kreisausschuss stimmte dem einstimmig zu.

Weitere Informationen zum Projekt „Gesundheitsamt 2025“ finden Interessierte unter gesundheitsamt-2025.de.