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Gewalt in der Ehe? 51-Jähriger steht heute vor Gericht

Gewalt in der Ehe? 51-Jähriger steht heute vor Gericht

Er soll seine Frau an den Haaren gerissen, sie eingesperrt, ihr den Finger gebrochen haben, in seinem Auto mit Vollgas auf sie zugefahren sein und ihr am Telefon mit dem Tod gedroht haben: Wegen des Vorwurfs der Freiheitsberaubung, Bedrohung und Körperverletzung muss sich ein 51-Jähriger am heutigen Donnerstag vor dem Amtsgericht Wittlich verantworten.

Wittlich. Wenn das, was in der Anklageschrift aufgelistet ist, der Wahrheit entspricht, war es eine von Gewalt geprägte Ehe, die der heute 51-jährige Angeklagte mit seiner damaligen Frau führte. Davon ist jedenfalls die Staatsanwaltschaft Trier überzeugt, die den Mann wegen Körperverletzung, versuchter gefährlicher Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Bedrohung angeklagt hat. Am heutigen Donnerstag, 6. Februar, soll das Verfahren vor dem Schöffengericht des Amtsgerichts verhandelt werden.
Der Angeklagte soll seiner Frau im August 2009 im Kreis Bernkastel-Wittlich an den Haaren gerissen und ihr hierdurch Schmerzen zugefügt haben. Anschließend habe er sie mehrere Stunden lang nicht aus dem Schlafzimmer gelassen. Laut Anklageschrift hatte der heute 51-Jährige seine Frau zudem im Januar 2010 in seinem Haus in Ungarn so heftig gestoßen, dass sie gegen die Wand prallte und sich den kleinen Finger brach.
Im Februar 2010 habe der Angeklagte bei einem weiteren Streit verhindert, dass seine Frau das Haus in Ungarn verlassen konnte, und habe sie außerdem so stark gegen eine Wand gestoßen, dass sich ein Stück Putz abgelöst habe. Seine Frau habe sich hierdurch an der Stirn verletzt, später habe sie über Kopfschmerzen und Übelkeit geklagt. Darüber hinaus soll der Angeklagte im Mai sein mutmaßliches Opfer bei einem neuerlichen Streit so stark nach hinten gestoßen haben, dass die Geschädigte mit dem Hinterkopf auf einen Tisch gefallen sei und eine Beule und Kopfschmerzen erlitten habe.
Mitte Juli 2010 soll der Angeklagte mit seinem Auto mit Vollgas auf seine Ehefrau und deren Sohn zugefahren sein, um sie zu verletzen. Nur weil diese zur Seite gesprungen seien, habe ein Unfall verhindert werden können, so die Anklage. Zudem soll der Angeklagte seiner Frau zwischen dem 31. Juli 2010 und 2. August 2010 am Telefon mit dem Tod gedroht haben. neb
Die Verhandlung am Amtsgericht Wittlich findet am Donnerstag, 6. Februar, um 9.30 Uhr statt.