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Gewerbegebiet: Es gibt noch Hoffnung

Gewerbegebiet: Es gibt noch Hoffnung

Die Pläne für ein interkommunales Gewerbegebiet bei Monzelfeld/Longkamp sind noch nicht vom Tisch. Großer Optimismus ist aber fehl am Platz. Und es geht auch um Kosten.

Monzelfeld/Longkamp/Bernkastel-Kues. Die Pläne für ein interkommunales Gewerbegebiet an der L 158 zwischen Monzelfeld und dem Blockhaus sind noch nicht vom Tisch, obwohl eine Umsetzung derzeit auch nur schwer vorstellbar ist. Es hat ein Gespräch zwischen Vertretern der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues und Joachim Gerke von der Struktur- und Genehmigungsbehörde (SGD) Nord gegeben. Dabei ging es um wasserrechtliche Fragen.
Wie berichtet ist man bei den Planungen für das Gewerbegebiet auf Pläne für eine Talsperre im Veldenzbachtal gestoßen. Sie stammen aus den 1970er Jahren. Danach ist das für das Gewerbegebiet geplante Gelände als Vorranggebiet für den Gewässerschutz ausgewiesen. Wenn das so bleibe, bedeute das gleichzeitig das Ende der Pläne für das Gewerbegebiet, hatte Leo Wächter, hauptamtlicher Beigeordneter der VG Bernkastel-Kues, im Vorfeld des Gespräches gesagt.
Der TV hat bei der SGD Nord nachgefragt. "Es wurde vereinbart, dass für den potenziellen Standort anhand der aktualisierten Grundlagendaten, zum Beispiel dem Wasserbedarf und der Energiegewinnung eine Prüfung vorgenommen wird. Auch muss die Verbandsgemeinde parallel noch weitere Prüfungen vornehmen", erläutert Pressesprecherin Sandra Hansen-Spurzem.
"Damit ist das Thema zumindest noch nicht ad acta gelegt", sagt Leo Wächter. Er hatte im Vorfeld angekündigt, für das Gewerbegebiet zu kämpfen. Es sei nach Fertigstellung der B 50 neu für den ganzen Kreis wichtig. Es biete auch für größere Ansiedlungen Platz. Damit könne verhindert werden, dass, wie in der Vergangenheit mehrfach geschehen, große Betriebe andernorts bauten, weil es in der VG keine verfügbaren Flächen gebe.
Der Gewässerschutz ist aber nicht das einzige Problem. In dem Gebiet, das sich auf Monzelfeld und Longkamp verteilt, sind wie berichtet auch Vögel und Fledermäuse zu Hause. Mittlerweile sei auch ein Wildkatzenpaar aufgetaucht, sagt Leo Wächter.
Ab März müsste noch einmal eine ganze Vegetationsperiode untersucht und beobachtet werden. Die Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues habe dafür vergangenes Jahr bereits 40 000 Euro ausgegegeben. Die gleiche Summe müsste erneut investiert werden, sagt Leo Wächter. Angesichts der Erfolgsaussichten müsse natürlich darüber nachgedacht werden, ob sich das lohnt. cb