Glänzende Oldtimer im Ortskern

1500 Besucher haben beim 60. Veldenzer Wein- und Heimatfest trotz schlechten Wetters den Oldtimerkorso und den Umzug der traditionellen Gruppen beobachtet.

Veldenz. Abwechslungsreich hat sich der Umzug anlässlich des Veldenzer Wein- und Heimatfestes in diesem Jahr präsentiert. An die ausnahmslos topgepflegten Oldtimer haben sich 20 historische Gruppen angeschlossen und sind durch den Veldenzer Ortskern gezogen. Da spazierten Mönche in ihren schwarzen Kutten über die Hauptstraße, und ein Bischof ließ sich in seiner Sänfte nicht tragen, sondern rollte durch das Spalier der 1500 Zuschauer, die den Umzug beobachtet haben. Gleich mehrere Keltengruppen, teilweise mit Holzschuhen an den Füßen, machten sich auf den Weg durch den historischen Ortskern mit seinen Fachwerkbauten. Auch Viezkelten und ein Viezkönig vom Pulvermaar spazierten durch den Weinort Veldenz.
Vor den historischen Gruppen hatten die Zuschauer unter ihren Regenschirmen oder unter dem großen Dach über der Hauptstraße, die 100 Oldtimer auf zwei oder vier Rädern bewundert. Zu den ältesten Fahrzeugen gehörten ein Studebaker Cabrio aus dem Jahr 1916 und ein Motorrad mit Beiwagen der Marke Harley-Davidson aus dem Jahr 1919. Aber auch die Besitzer der anderen hochglanzpolierten Fahrzeuge vom Rolls Royce bis zur BMW Isetta und vom Bentley bis zum VW Käfer erhielten viel Applaus.
Norbert Berg aus Veldenz hatte sich besonders auf die mittelalterlichen Fußgruppen gefreut, die nur alle fünf Jahre teilnehmen. "Die werten den schönen Umzug nochmal auf", sagte er. Rita und Klaus Später aus Bruch hatten es die besonders die ältesten Oldtimer und die hübschen Weinköniginnen angetan, die am Umzug mitgefahren sind.
"Der Regen am Sonntag war schade", sagt Marco Schaaf vom Organisationsteam des Wein- und Heimatfestes. Trotzdem sei der Umzug optimal gelaufen, sagt er. Am Samstag sind bei warmem und trockenem Wetter etwa 1000 Besucher in Veldenz gewesen, um zu tanzen, miteinander zu reden oder einfach die schöne Atmosphäre zu genießen. cst