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Glanzlichter für die Jugend gesetzt

Glanzlichter für die Jugend gesetzt

MINDERLITTGEN. (peg) Blasmusik und ein Schlagzeugensemble: Vor den Auftritten beim Jugendmusikfestival waren die meisten Teilnehmer sehr aufgeregt. Doch das ist gut, hilft es doch bei der notwendigen Konzentration.

Der Vorsitzende des Musikvereins zählt selbst noch nicht zum alten Eisen. So war es Axel Hecking ein Anliegen, im Jubiläumsjahr des Vereins - der feiert gerade 80. Geburtstag - auch eine Veranstaltung speziell für die Nachwuchsmusikanten anzubieten. Die Idee: Zu einem Jugendmusikfestival einen Querschnitt dessen zu präsentieren, was junge Leute musikalisch auf die Beine stellen können. Auf seine Einladung in Fachmedien meldeten sich auch Vereine von weiter her. Zum Beispiel die Mädchen und Jungen um Kerstin Litt: Die Leiterin des Jugendmusikvereins Harmonie aus Kalterherberg übernahm spontan die Moderation zwischen den Stücken, die ihr junges Blasorchester darbot. Sie erzählte, dass der Ort am anderen Ende der Eifel liegt, wie das Wetter dort ist, und dass man dieses Vorspielen zu einem Tagesausflug genutzt hat, um gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.Die jungen Musiker waren "schwer nervös"

Persönliche Verbindungen zu anderen Kapellen existieren bereits durch den Dirigenten des gemeinsamen Jugendorchesters von Minderlittgen, Hupperath, Bergweiler und Landscheid, den Niederländer Harrie Boers. Der Lehrer für Saxophon und Klarinette unterrichtet nämlich auch an der Musikschule in Monschau und brachte von dort Gastgruppe Nummer zwei mit. Insgesamt waren es sechs Kapellen, die ihr Können in der Bürgerhalle präsentierten. Mit im Boot war auch die Schlagzeugschüler von Marco Oster, der unter anderem den Nachwuchs des MV Minderlittgen unterrichtet. "Schwer nervös" waren die meisten vor ihrem Auftritt, obwohl: Schlimmer noch sei es am Tag zuvor gewesen, als sie unter freiem Himmel beim Schulfest in Hupperath aufgetreten waren, gestehen Nicolas Teusch und David Bastgen, die bei Osters "Little Drummers" den Shaker und das Stabtamburin gespielt hatten. Doch eine Portion gesunde Aufregung vor dem Spiel vor Publikum ist gut und wichtig, wissen Oster und Hecking aus eigener Erfahrung: "Sie trägt entscheidend mit dazu bei, dass unsere Schüler sich noch besser konzentrieren." Bereits am Abend zuvor war Minderlittgen ein Anziehungspunkt für Jugendliche gewesen: Die Resonanz von "Rock im Kaff" war trotz der Konkurrenz großer Fußballspiele gut. Für diesen Titel musste Axel Hecking im Dorf verbale Prügel beziehen, obwohl die jungen Leute, die die Veranstaltung schließlich besuchten, ihn gut fanden - und treffend.