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Infrastruktur: Glasfaser und Bioenergiedorf

Infrastruktur : Glasfaser und Bioenergiedorf

BINSFELD (ca) 105 Kinder besuchen zurzeit den Binsfelder Kindergarten. Damit so viele kleine Bürger Platz haben, wurde das Gebäude gerade zum zweiten Mal erweitert. Nach Angaben von Walter Faber, Bürgermeister der 1250-Seelen-Gemeinde, sind zwei weitere Gruppen im Anbau in Betrieb gegangen.

„Die Digitalisierung ist ein wichtiger Punkt für uns“, sagt Faber. Die Gemeinde habe das seit 2010 selbst in die Hand genommen, beim Straßenausbau seien Glasfaserkabel bis an die Häuser verlegt. Auch im Industriegebiet seien die Firmen bestens versorgt. In diesem Zusammenhang erzählt Faber, die Gemeinde strebe an, freies WLan im Dorf einzuführen.

Stichwort Bioenergiedorf: Auch bei diesem Projekt ist Binsfeld mit dabei. Es gehe darum Ressourcen zu nutzen, Kindergarten, Mehrzweckhalle und Schule werden im Laufe des Jahres mit Nahwärme versorgt, auch 50 Bürger hätten Interesse bekundet. Das System sei erweiterbar, sagt Faber und wirbt um weitere Interessenten: „Jeder Bürger ist herzlich willkommen.“

In Sachen Gewerbegebiet strebt Binsfeld eine interkommunale Zusammenarbeit mit Laufeld und Hasborn bei der Modernisierung und Erweiterung an.

Seit Jahren ein wichtiges Thema in Binsfeld ist die Sanierung der Pft-verseuchten Weiher. Ein Konzept für die Sanierung liege vor, sagt Faber. Und: „Es sieht ganz gut aus, dass die Sanierung bald starten kann.“

Nicht nur um die ganz Kleinen im Dorf, auch um die etwas Größeren kümmert man sich: Der Jugendraum im Dorfmuseum werde sehr gut angenommen. Die Jugendlichen seien sehr engagiert und aufgeschlossen. „Und sie helfen auch im Dorf mit“, lobt der Ortschef. In die Zukunft gerichtet ist auch das Projekt Neubaugebiet: 13 bis 15 Plätze sind geplant. Der Bebauungsplan wird in den nächsten Wochen im Gemeinderat beschlossen.

Apropos Museum: Das wurde auch erweitert und bietet mehr Platz für Exponate. Bald soll eine komplette historische Metzgerei, die der Gemeinde geschenkt wurde, die Schau ergänzen.