Glaube im alltag
Lieber Heiliger Geist Lieber Heiliger Geist! Zur Zeit stehst du im Mittelpunkt: Morgen ist dein Festtag und in diesen Wochen ist viel die Rede von Dir wegen der Firmung in den Gemeinden unseres Dekanats.
Wer bist du? Was bewirkst du? Wie bist du erfahrbar? Hanns Dieter Hüsch schrieb über dich: "Gott schickte den Heiligen Geist in die Welt, dass wir zuversichtlich sind, dass wir uns freuen, dass wir aufrecht gehen ohne Hochmut, dass wir jedem die Hand reichen ohne Hintergedanken und im Namen Gottes Kinder sind in allen Teilen der Welt." Die Sängerin Luci van Org meinte: "Für mich ist der Heilige Geist das unumstößliche Wissen, dass Gott es gut mit mir meint. Er befähigt mich, auch das zu glauben, was mein kleiner menschlicher Verstand nicht begreifen kann. Er bewirkt, dass ich mich trotz aller Zweifel immer bei Jesus Christus geborgen und beschützt fühle." Auch die um 1200 entstandene Pfingstsequenz kann zu einem lebensnahen Gebet werden, wenn sie in die Sprache unserer Zeit übersetzt wird. "In der Unrast schenkst du Ruh, hauchst in Hitze Kühlung zu." Jugendliche haben das so formuliert: "Du sagst uns: Keep cool, wenn es hektisch und stressig wird, wenn es hoch hergeht, wenn alles in mir kocht." "Komm herab, o Heilger Geist, der die finstre Nacht zerreißt, strahle Licht in diese Welt" wird so zu: "Heiliger Geist, ermutige mich und zeige mir neue Wege in meinem Frust, in Enttäuschung und Ausweglosigkeit." Ich erinnere mich an ein Pfingst-Wochenende in Taizé vor vielen Jahren. Unzählig oft erklang in der Versöhnungskirche das "Veni, sancte spiritus - Komm', heiliger Geist" und verband junge Menschen vieler Nationen und Konfessionen zu einer großen Gemeinschaft. Lieber Heiliger Geist, wie am ersten Pfingstfest in Jerusalem warst du damals in Taizé spürbar nahe. Lass' uns dich auch heute erfahren und begeisterte Zeugen Jesu werden. Gregor Lauterbach, Dekanatsreferent im Dekanat Wittlich