GLAUBE IM ALLTAG
Seit April 2012 lese ich die Bibel. Nicht dass ich das nicht auch schon vorher getan hätte.
Aber nun lese ich sie von vorn bis hinten. Und zwar langsam. Zu jedem Abschnitt, den ich lese, schreibe ich auf, was mir dabei so durch den Kopf geht. Und ich teile es mit anderen. Auf Facebook. Erst war es mir zwar gar nicht geheuer, meine Gedanken öffentlich zu teilen, aber mittlerweile hat die Gruppe "Was hat diese Bibel mit mir zu tun?" schon über 260 Mitglieder. Es geht zwar nur ganz langsam vorwärts - wir sind erst beim 3. Buch angelangt, aber da tauschen sich Menschen über Themen ihres Lebens und ihres Glaubens aus. Das finde ich spannend. Und was habe ich bisher beim Lesen Wertvolles entdeckt? Da gibt es dieses eine Thema, das mir ständig ins Auge fällt: Vertrauen. Es scheint fast so zu sein, als würde Gott nicht müde, mich überzeugen zu wollen: "Trau dich! Trau mir. Ich bin es. Es gibt mich wirklich. Ich liebe Dich wirklich. Alles ist wahr. Vertrau mir ..." Ich fühle mich fast überrumpelt, obwohl es eher unaufdringlich klingt, eher indirekt. Gott spricht ja zunächst zu den Personen in den Geschichten. Oft spricht er auch gar nicht, sondern handelt. Er macht die Dinge klar. Allerdings nie über die Köpfe derer hinweg, um die es geht. Ich bin versucht zu sagen gentlemanlike. Und das soll alles auch noch heute gelten? Das tut Gott auch heute noch? Auch für mich? Das ist irre. Eigentlich unvorstellbar, kaum zu glauben. Wäre? Kaum zu glauben? Da höre ich ihn wieder: "Vertrau mir!" Heike Bulle, Pastoralreferentin