GLAUBE IM ALLTAG

Macht euch nicht zu viele Sorgen. "Sorgt euch nicht um euer Leben" heißt es in Mt 6,25, Auszug des Sonntagsevangeliums.

Wir brauchen uns nicht um unser Leben sorgen. Wir haben unser Leben auch nicht wirklich in der Hand! Die Botschaft aus der Bergpredigt ist: Gott ist der Herr unseres Lebens, es liegt allein in seiner Hand. Und dennoch machen wir uns ständig Sorgen: über den weiteren Verlauf unseres Lebens, über das Älterwerden, darüber, ob unser Essen gesund genug ist und auch ja nicht dick macht; um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Unser Leben ist voller Sorgen. Und das, obwohl wir im Wohlstand leben. Wohlstand macht also nicht sorgenfrei, sondern führt nur zu weiteren Sorgen. Jesus äußert, dass der mangelnde Glaube die Ursache für unsere Sorgen sei (vgl. Mt 6,30). Wir vertrauen oft nicht mehr darauf, dass Gott sich um uns sorgt. Karnevalistisch ausgedrückt, mit den Worten von C. Kronast: "Zum Spaßen steht mir nicht der Sinn, weil ich doch oft in Sorge bin; wir sorgen uns um manche Dinge, als ob\'s um Tod und Leben ginge; doch wer kann sich mit allen Sorgen, von Gott ein läng\'res Leben borgen. Macht euch nicht zu viele Sorgen - ängstigt euch nicht vor dem Morgen; sagt der Herr, doch gut und schön, wir woll\'n auf Nummer sicher geh\'n." Doch wir können Gott vertrauen. Wir müssen uns nicht stets Sorgen machen. Wir sind frei, dürfen Gott unsere Sorgen anvertrauen und überlassen. So sagt auch Petrus: "Werft all eure Sorgen auf ihn, denn er sorgt sich um euch" (1 Petr 5,7). Besinnen wir uns daher darauf, unsere Sorgen einfach mal abzugeben, diese Gott im Gebet anzuvertrauen, um gelassener, stress- und sorgenfreier durchs Leben zu gehen. Vertrauen wir auf Gott, wie auch bereits Georg Neumark 1641 in einem Kirchenlied dichtete: "Wer Gott dem Allerhöchsten traut, hat auf keinen Sand gebaut". Konstanze Münninghoff aus Wittlich ist Studienrätin.