Glaube im Alltag

Mir ist aufgefallen, dass viele Menschen in der vergangenen Zeit nur noch am Rennen sind. Sie kaufen Geschenke oder treffen Vorbereitungen für die Feiertage.

Selbst an Weihnachten kommen viele nicht zur Ruhe, weil sie Besuche machen oder selbst besucht werden. Direkt nach Weihnachten geht es schon wieder los. Geschenke werden umgetauscht oder Gutscheine eingelöst. Silvesterknaller müssen auch noch besorgt werden. Im Baumarkt ist viel Betrieb, da die Leute Lust und auch Zeit zum Renovieren haben. Als Jesus zur Welt kam, gab es auch ein großes Gelaufe, so wird es uns in der Weihnachtsbotschaft berichtet: Hunderte von Menschen waren unterwegs - Kaiser Augustus hatte eine Volkszählung angeordnet, und alle mussten in die Stadt, aus der sie stammten. Die hochschwangere Maria und ihr Mann Josef gingen nach Bethlehem und fanden eine Unterkunft in einem Stall. Dort geschah das größte Wunder der Menschheitsgeschichte: Gott wurde Mensch in einem kleinen Kind. Kurz darauf machten sich die Hirten auf den Weg, um den neugeborenen Jesus zu besuchen, ebenso die Sterndeuter. Gott bewegt sich zu den Menschen, die Menschen bewegen sich zu Gott und auch aufeinander zu. Das ist die Botschaft von Weihnachten. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Unzählige Kinder und Jugendliche sind in diesen Tagen als Sternsinger und -singerinnen in unseren Straßen unterwegs. Sie gehen und laufen gerne von Haus zu Haus und sammeln Geld für die Kinder in Kenia. Sie erfreuen die Menschen mit dem Weihnachtssegen und guten Wünschen für das Jahr 2017. Ich wünsche uns allen, dass am Ende des Weihnachtsfestkreises Ruhe einkehrt, damit Gott auch in uns endlich ankommen kann. Denn er will wie wir Mensch sein und im täglichen Leben unsere Freude und Sorge mit uns auch im Neuen Jahr teilen und uns begleiten. Monika Hartmann, Pastoralreferentin im Verbundkrankenhaus Bernkastel/Wittlich

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