"Glaube – Sitte – Heimat"

NEUMAGEN-DHRON. Seit 40 Jahren engagiert sich die "St. Sebastianus Schützenbruderschaft Neumagen-Dhron" für ihre Orts- und Kirchengemeinde. Grund genug, das Gründungsjubiläum mit großer Gästeschar und einem Schützenfest gebührend zu feiern.

40 Jahre schweißen zusammen. Und das nicht nur auf Grund vieler herausragender Erlebnisse einer Gemeinschaft, sondern auch dank etlicher Anekdoten. Bei der "St. Sebastianus Schützenbruderschaft Neumagen-Dhron" ist dies zum Beispiel die "Aktion Erbsensuppe", wie es Vereins-Chronistin Agnes Krebs formuliert. Die säuerliche Mahlzeit, die sich die Mitglieder zur Feier ihres zehnjährigen Bestehens selbst eingebrockt hatten, ist bis heute unvergessen geblieben. Obschon ihr seither viele - und immer leckere - Erbsensuppen gefolgt sind. Bei allem Sinn für Humor fallen jedoch andere Eckdaten der Bruderschaft weitaus schwerer ins Gewicht. So etwa das offizielle kirchliche Gründungsfest, bei dem am 9. Januar 1966 "die junge Bruderschaft mit flotter Marschmusik durchs Dorf zog". Oder die Fahnenweihe am 17. August 1969. Ein wichtiges Jahr für die Schützen war zudem der Umzug vom, so Krebs, "schönen Wispelt" in das 1982 erbaute heutige Schützenhaus im Zweibachtal. Dass sich die Schützen seither dort gut eingerichtet haben, hindert sie nicht an einem etwas wehmütigen Blick auf Wispelt. "Es war eine herrliche Zeit", erinnert sich Krebs an die "von Hand gedrehten Spießbraten", die es am alten Königsschießplatz gab, und daran, wie alle "mit Kind und Kegel dem neuen Schützenkönig entgegen fieberten". Für Leo Fries, seit 33 Jahren Erster Brudermeister, ist bei seinem Rückblick aber vor allem eines wichtig: "Die Bruderschaft hat immer ein sehr gutes Verhältnis zu der Kirche gehabt und zu der Gemeinde." Als kleine Anerkennung dafür hat Bezirksbundesmeister Lothar Zingen für ihn und die Schützenbrüder Ernst Kaufmann, 1966 erster König, Johann Klären, Udo Krebs und Willi Hoffmann Ehrenurkunden im Gepäck. Eine ganz besondere Auszeichnung erwartet den langjährigen Geschäftsführer Christoph Müller. Bundesmeister Erwin Pauken zeichnet ihn mit dem "Schulterband" aus, einer der höchsten Auszeichnungen für einen Schützen. Trompeter Karl-Peter Schurb und die aus Männern und Frauen besetzte örtliche Jagdhornbläsergruppe verliehen dem Fest den angemessen-würdigen Rahmen.