Gleiches Recht für alle

Böse Zungen könnten behaupten, Bernkastel-Kues habe ein Luxusproblem: Von Ostern bis Ende Oktober jeden Tag bis zum Anschlag gefüllt, dann aber meckern, wenn eine Sondernutzung die Außendarstellung reglementiert.

Doch so einfach ist es nicht. Argwöhnisch wird beobachtet, ob der Mitbewerber nicht einen Ständer oder einen Stuhl zu viel vor die Tür stellt. Eine Sondernutzung regelt zwar das Erlaubte und Nichterlaubte, aber wie heißt es so schön: Wo kein Kläger, da kein Richter. Und nun noch das Zeitproblem. Nicht wenige Geschäftsleute wittern Ungleichbehandlung: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Glätten werden sich die Wogen nur, wenn es zu einer Gleichbehandlung kommt, wenn also alle Geschäftsleute zur gleichen Zeit den Straßenrand nutzen dürfen. Bei allem Ärger sollte eines präsent bleiben: Ohne den Tunnel, der seit neun Jahren den Verkehr aus der Innenstadt zieht, würde in diesem Bereich niemand über Außengastronomie, Schuh- und Kleiderständer reden. c.beckmann@volksfreund.de

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