Gott die Ehre erweisen

Als Getaufte sind wir in das Leben des dreifaltigen Gottes hineingewachsen. Mit dem Fest der heiligsten Dreifaltigkeit rühren wir an Gottes größtem Geheimnis. Wir können die Beziehung zwischen Gott Vater, Sohn und Heiligem Geist nicht mit unserem Verstand ergründen.



Wir können Gott nur in dem erfassen, was er im Gang der Geschichte an uns Menschen getan hat. Das Kreuzzeichen - kaum eine andere Zeichenhandlung ist den Christen so in Fleisch und Blut übergegangen wie diese. Werden wir doch schon auf den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist getauft. Der Vater ist im Sohn und der Sohn im Vater durch den Heiligen Geist. Und im Heiligen Geist verleiht Gott seiner innigsten Zuwendung zu seiner Schöpfung Ausdruck. Diese Beziehung Gottes ist die Liebe. Wenn wir in dieser Liebe bleiben, bleiben wir in Gott und Gott bleibt in uns. Von Gott erwählt, geliebt und gesandt können wir den Weg gehen an seiner Hand. Mit ihm als großem Handlungszeichen, das ein Mysterium bleibt, können wir einander und Gott begegnen und teilhaben an der Liebe Gottes. In einem alten Kirchenlied bekennen die Christen: "Gott Vater sei gepriesen und du sein ewiger Sohn, und Ehre sei erwiesen dir Geist auf höchstem Thron! Heiligste Dreifaltigkeit, ungeteilte Einigkeit, dir sei Lob, dir sei Ruhm, in dem ewigen Heiligtum!"

Die Ehre Gottes im Himmel und der Friede unter uns Menschen auf Erden sind miteinander verknüpft. Geben wir Gott im Himmel die Ehre und bitten wir um seinen Frieden auf Erden, den nur er geben kann.

Erich Mertes, Mitglied des Verwaltungsrates St. Bernhard Wittlich

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort