Grabkapelle in Kröv wird saniert

Eines der ältesten Kulturdenkmäler von Kröv, die Grabkapelle Kesselstatt, ist durch erhebliche Schäden am Dach vom Verfall bedroht (der TV berichtete). Weil bereits Wasser durch das defekte Dach dringt, sind weitere Schäden abzusehen. Besonders betroffen sind die linke Dachseite sowie die Rückseite und das Türmchen.

Kröv. In Anbetracht von möglichen Folgeschäden hatte die Gemeinde gehandelt. Der VdK- Ortsverband Kröv hatte sich bereit erklärt, die notwendigen Sanierungsarbeiten in die Wege zu leiten und hatte dann bei einer örtlichen Bedachungsfirma ein entsprechendes Angebot eingeholt, das Kosten in Höhe von 6078 Euro vorsah. Um das Kulturgut Grabkapelle zu erhalten, hatte der Gemeinderat beschlossen, dem VdK-Ortsverband einen Zuschuss von 2500 Euro zu gewähren. Auch die Sparkassenstiftung beteiligt sich an dem Projekt mit 600 Euro.Der Eigentümer der Kapelle, Reichsgraf von Kesselstatt, wurde natürlich auch von der erforderlichen Sanierung unterrichtet. Dieser verwies zunächst auf den zwischen ihm und der Gemeinde Kröv geschlossenen Vertrag aus dem Jahre 1954, wonach die Gemeinde für die Instandsetzung und Renovierung der Kapelle allein verantwortlich ist. Er selbst stellte eine kleine Spende zu den Sanierungskosten in Aussicht. Da es sich um ein Kulturdenkmal handelt und er es als Eigentümer in dieser Form erhalten will, informierte der Reichsgraf von Kesselstatt auch das Landesdenkmalamt. Diese Behörde verordnete, dass die Dachsanierung in einer altdeutschen Eindeckung vorzunehmen ist, was zu Mehrkosten von 1400 Euro führt. Diese Mehrkosten übernimmt das Landesdenkmalamt dann im Rahmen eines Zuschusses an den VdK-Ortsverband.Inzwischen ist der Auftrag zu der Sanierung an die örtliche Bedachungsfirma erteilt worden, und es kann davon ausgegangen werden, dass sich die Kröver und ihre Gäste in Kürze wieder an der schönen Kapelle in den Weinbergen von Kröv erfreuen können.