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Gräfendhroner Friedhof: Neugestaltung abgeschlossen

Gräfendhroner Friedhof: Neugestaltung abgeschlossen

Drei Jahre nach dem Sturz der Gräfendhroner Friedhofsmauer ist die Neugestaltung des Friedhofs abgeschlossen. In den nächsten Wochen erhält die Leichenhalle noch ein neues Satteldach.

Gräfendhron. Die neue Begrenzung des Gräfendhroner Friedhofs ist fertiggestellt. Eine Wand aus mit Steinen gefüllten Stahlkörben, sogenannten Gabionen, auf der ein Metallzaun montiert ist, bildet die Front des Friedhofs. Der Zaun wird an den Seiten fortgeführt. Lediglich die hintere Wand des Friedhofs besteht aus der ehemaligen Bruchsteinmauer, die dort überarbeitet wurde. "Der Friedhof ist jetzt auch von außen einsehbar", sagt Ortsbürgermeister Hans-Günther Steinmetz.
Der Eingang zum Gelände wurde an die Seite zur Leichenhalle hin verlegt. "Dadurch ist der Friedhof weitestgehend barrierefrei gestaltet", sagt Steinmetz. Lediglich die starke Hanglage bleibt für Rollstuhlfahrer ein Manko. Insgesamt ist die Fläche des Friedhofs etwas kleiner geworden, sagt Steinmetz. Jedoch sei keine Fläche für Gräber verloren gegangen, weil der ehemalige Eingangsbereich viel Platz beansprucht habe.
Die Neugestaltung des Friedhofs war notwendig geworden, nachdem im November 2009 Teile der ehemaligen Bruchsteinmauer aus dem Jahr 1932 eingestürzt waren und weitere Mauerteile, umzufallen drohten. Der Gemeinderat hatte die Notwendigkeit der Reparaturen genutzt, den Friedhof komplett zu überarbeiten. Die Zugangsstraße wurde neu geteert, und vier Parkplätze sind angelegt worden.
Ein zweiter Weg wurde geschottert. "Wir haben auch eine Stromleitung zum Friedhof gelegt", sagt Steinmetz. Die Arbeiten hatten drei Jahre gedauert, weil ein solcher Beschluss reifen und von den Bürgern getragen werden soll, sagt Steinmetz.
Deshalb habe man eine Bürgerversammlung organisiert und sich nach zahllosen Vor-Ort-Terminen und Diskussionen über verschiedene Varianten auf diese Lösung verständigt. Immerhin habe man die veranschlagte Kostensumme von 180 000 Euro einhalten können, sagt Steinmetz. 50 Prozent gibt das Land als Zuschuss. Doch noch sind die Arbeiten nicht beendet: die Leichenhalle erhält statt des alten Flachdaches ein Satteldach mit Vorbau, damit Angehörige bei einer Beerdigung vor Regen geschützt sind. Der Großteil der Dacharbeiten soll dann in Eigenleistung erbracht werden. Steinmetz schätzt die Höhe der Eigenleistung auf 10 000 bis 15 000 Euro.
Bei der Überarbeitung des Friedhofs wurden auch Rasengräber für Särge und für Urnen geschaffen. "Wir glauben, dass die neue Mauer jetzt wieder 50 bis 60 Jahre hält", sagt Steinmetz. cst