Grandioser Blick auf einzigartige Landschaft

Grandioser Blick auf einzigartige Landschaft

Es ist vielleicht der schönste Aussichtspunkt der Mosel: Vom neuen Prinzenkopf-Aussichtsturm gegenüber von Pünderich hat man einen grandiosen Blick auf mehrere Moselschleifen und auf die Orte St. Aldegund, Bullay, Alf, Merl, Briedel, Pünderich und Reil.

Pünderich. Er ist eine ganz besondere touristische Attraktion der Mosel: Der neue Prinzenkopfturm bei Pünderich bietet einen überragenden Blick auf die einzigartige Kulturlandschaft Mosel mit dem Fluss, den Weinbergen und den kleinen Dörfern.

Der Wiederaufbau des bereits im Jahr 1888 erstmals errichteten und mehrfach zerstörten Aussichtsturms war 2006 von den Gemeinderäten von Alf und Pünderich beschlossen worden.

Rund 250 000 Euro hat das Projekt gekostet. Möglich war die Realisierung und Finanzierung nur aufgrund der guten Zusammenarbeit der Orte St. Aldegund, Bullay, Alf, Zell, Briedel, Pünderich, Reil und Burg. Vor allem aber waren es die Gründung des Vereins "Kanonenbahnweg und Prinzenkopf e.V." und Sponsorengelder, mit deren Hilfe der Bau des 18 Meter hohen Aussichtsturm finanziert werden konnte. Im Frühjahr 2008 fand in Zell ein vom Pündericher Musiker Peter Friesenhahn organisierter Benefizabend statt. Damals wurde auch die Idee geboren, einzelne Treppenstufen zum Preis von 250 Euro an Sponsoren zu "verkaufen". Schließlich erwarben Privatleute, Handwerker, Vereine und Gastronomen insgesamt 130 Treppenstufen. So kamen über 30 000 Euro zusammen, die die Finanzierungslücke schlossen. Zuvor hatte bereits das Land 100 000 Euro Zuschuss gewährt, die Verbandsgemeinde Zell beteiligte sich mit 30 000 Euro. Ministerpräsident Kurt Beck lobte bei der Einweihungsfeier, an der rund 300 Menschen aus den umliegenden Orten teilnahmen, das hohe Verantwortungsgefühl und Engagement der an dem Projekt beteiligten Unternehmen. Beck: "Bürgergesellschaftliches Engagement hat viele Facetten. Dass sich dieser Einsatz bezahlt macht, haben die Verantwortlichen gezeigt. Die Erfolgsgeschichte dieses Turms soll ein Ansporn für andere Gemeinden und Landkreise in Rheinland-Pfalz sein."

Der Bürgermeister der VG Zell, Karl-Heinz Simon, nannte den Prinzenkopfturm einen im wahrsten Sinne des Wortes "touristischen Leuchtturm in der Region". Eigens zur Eröffnung hatte Peter Friesenhahn eine Turmhymne komponiert. Die Zeller Turmbläser spielten das Stück. Nach der offiziellen Eröffnung feierte die Bevölkerung ein Turmfest. Fast alle erklommen den neuen Turm, genossen die Aussicht und ließen sich bei Wein und gutem Essen von der Winzerkapelle Pünderich bestens unterhalten.

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