Große Nachfrage, aber kein neuer Rekord

Große Nachfrage, aber kein neuer Rekord

Statt bislang knapp vier Wochen wird die Krippen-Ausstellung am Hunsrückhaus diesmal acht Wochen gezeigt. 4500 Besucher sahen die mehr als 120 Exponate aus aller Welt. Die Schau geht am Sonntag zu Ende.

Erbeskopf. In diesem Winter hatte das Hunsrückhaus, was die Krippen-Ausstellung angeht, neue Wege beschritten. Erstmals waren mehr als 120 Exponate von 42 Ausstellern zwei Monate lang zu sehen. Almuth Brandstetter, seit Oktober Leiterin im Hunsrückhaus, staunt selbst noch über die "ungewöhnliche Größenordnung" der Veranstaltung.

Sie erlebt die Ausstellung zum ersten Mal und hält sich für "priviligiert". Kopf und Herz des Großprojektes, das im zweijährigen Turnus stattfindet, sei allerdings weiterhin Katharina Schneider, die die Ausstellung mit rund 40 ehrenamtlichen Helfern stemmt. Die Eröffnung fand bereits vor Totensonntag statt. Und bis kommenden Sonntag, 11. Januar, können sich Nachzügler noch immer an der großen Bandbreite alpenländischer, orientalischer oder sonstiger Krippen erfreuen. Mit der Verlängerung wollte man die Gästezahlen erhöhen und auch die Qualität des Besuchs verbessern. Denn in den letzten Jahren hatte sich das Geschehen laut Brandstetter an nur wenigen Wochenenden geballt.

Aufwand für Verlängerung hat sich gelohnt.



Das enge Zeitkorsett war wegen des Weihnachtsmarkts Mitte Dezember entstanden. Pünktlich vor dem Marktgeschehen wurde in der Vergangenheit alles wieder abgebaut, weil die Räume benötigt würden. Im vergangenen Dezember änderte sich dies. Das Marktgeschehen diesmal wurde komplett nach draußen verlagert.

Aus der Sicht Brandstetters hat sich der Aufwand für die Verlängerung gelohnt. Die Mitarbeiter zählten immerhin rund 4500 Besucher. Das ist laut Brand stetter eine gute Zahl, allerdings kein neuer Rekord. Vor zwei Jahren waren es rund 5000 gewesen. Die Rechnung, dass eine verlängerte Ausstellung zu einem höheren Besucheraufkommen führt, ist also nicht aufgegangen. Dennoch haben die Besucher von der Verlängerung profitiert, weil sich die Engpässe vor allem an den Wochenenden entzerrten. Rund 700 Menschen hätten allein "zwischen den Jahren" einen Abstecher ins Hunsrückhaus gemacht. Wird es auch in zwei Jahren wieder eine Krippenausstellung geben? Brandstetter: "Ich möchte nicht darauf verzichten." Über das Wie und Wielange haben allerdings auch die Aussteller ein Wörtchen mitzureden. Viele von ihnen mussten schließlich an Heiligabend auf ihre eigene Krippe zuhause verzichten.

Die Krippenausstellung im Hunsrückhaus ist bis Sonntag, 11. Januar, täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.