Große Projekte zum Feierjahr

MALBORN. (fab) Der Ortsgemeinderat legte die Fläche für das Neubaugebiet in Thiergarten fest. Die Malborner "Hasenwies" wird als Gewerbegebiet erschlossen.

Das Thiergartener Neubaugebiet, jüngst vom Gemeinderat festgelegt, wird im Südwesten der Ortschaft entstehen. In der Erweiterung der Born-Nikolausstraße sollen 30 Bauplätze ausgewiesen werden. "Es wurde uns empfohlen, in diesen Teil des Orts zu gehen", erklärte der Thiergartener Ortsvorsteher Stefan Müller. Hier sei gewährleistet, dass der Natur- park Saar-Hunsrück oder die Kreisstraße das Baugebiet nicht teilen. Das Gelände befindet sich noch komplett in Privatbesitz. Allerdings haben die Grundstückseigentümer "fast alle dem Verkauf ihrer Flächen zugestimmt", so Müller. "Drei Zusagen stehen noch aus." Der Ortsgemeinderat beschloss einstimmig, dass die zukünftige Wohnbau-Entwicklung in Thiergarten in Angriff genommen werden soll. Die Idee, dass in Malborn ein großflächiges Gewerbegebiet entstehen soll, ist schon fast zwei Jahrzehnte alt. Zum 1025-jährigen Bestehen Malborns werden nun Nägel mit Köpfen gemacht. "Ein Betrieb, der sich bei uns im Ort ansiedeln will, ist an mich herangetreten", berichtete Orts-Chefin Gabriele Neurohr, und schlug den Ratsmitgliedern vor, die Erschließung des Gewerbegebietes voranzutreiben. 28 000 Quadratmeter Fläche, auf der sich zirka neun Betriebe ansiedeln können, stehen hierfür in der "Hasenwies", unweit dem bestehenden Gewerbegebiet "Nikolausquelle", zur Verfügung. "Dort ist die Verkehrsanbindung sehr gut", betonte Neurohr. Bei der Erschließung müsse die Gemeinde jedoch finanziell in Vorleistung treten. "Lohnt es sich überhaupt für einen Betrieb, nach Malborn zu kommen?", fragte der Erste Beigeordnete Robert Weihrauch kritisch. "Wenn der Anfang einmal gemacht ist, werden weitere Betriebe wohl folgen", so der Tenor der Ratsmitglieder. Die Gemeinde will bei der Antragstellung auch prüfen lassen, ob sie im Rahmen des Bauprojektes gefördert werden kann. Der Ausbau des Gewerbegebiets "Hasenwies" wurde ohne Gegenstimme von den Ratsmitgliedern beschlossen. Voller Optimismus sehen die Malborner nun ihrem "Feierjahr" entgegen. Der Ort selbst wird 1025 Jahre, die Pfarrkirche St. Briktius 200 Jahre und die örtliche Grundschule 100 Jahre alt.