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Große Resonanz auf Bürgerbefragung zur Kommunalreform

Große Resonanz auf Bürgerbefragung zur Kommunalreform

Die bisherige Resonanz auf die Bürgerbefragung lässt den Trittenheimer Gemeinderat hoffen, dass viele Bürger sich daran beteiligen werden. Über das Ergebnis wird in der nächsten Sitzung beraten, in der auch eine Liste mit Wunsch-Projekten geschrieben werden soll, für die das Land bei freiwilligen Fusionen eine Förderung in Aussicht stellt.

Trittenheim. (urs) Der Trittenheimer Rat hat sich in seiner jüngsten Sitzung unter anderem über den Stand der Kommunal- und Verwaltungsreform ausgetauscht. Nach den Informationsabenden in allen vier Orten der Verbandsgemeinde (der TV berichtete mehrfach) hat die Bürgerbefragung begonnen. Bis 1. März kann jeder seine Meinung kundtun, mit welcher VG der Ort fusionieren sollte. Die Befragung laufe ganz gut an, berichtete Ortsbürgermeister Franz-Josef Bollig. Einige der 1056 Bürger, die sich beteiligen können, würden die ausgefüllten Fragebögen päckchenweise im Gemeindebüro abgeben. Die Beteiligung im Ort sei außerordentlich gut, pflichtete Bürgermeisterin Christiane Horsch bei. Die Chefin der Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron geht davon aus, dass am 2. März erste Ergebnisse vorliegen.

Der Gemeinderat wird dann in der nächsten Sitzung am 23. März darüber beraten und eine Entscheidung treffen. Nach entsprechenden Beschlüssen in den anderen drei Orten Neumagen-Dhron, Piesport und Minheim wird der Verbandsgemeinderat das letzte Wort haben. Dieses Gremium könne natürlich nur für die Verbandsgemeinde entscheiden, betonte Horsch. Allerdings würden dabei die Beschlüsse vor Ort berücksichtigt. Da ein eindeutiges Stimmungsbild nur mit möglichst großer Beteiligung zu erhalten ist, hoffen alle Kommunalpolitiker, dass möglichst viele Bürger mitmachen. Sollte sich kurz vor Ablauf der Befragung ein Rücklauf von unter 80 Prozent abzeichnen, wollen Ratsmitglieder von Haus zu Haus gehen, um restliche Bögen einzusammeln.

Auf Wunsch von Ratsmitglied Olaf Bollig soll in der nächsten Sitzung zudem ein "Wunschzettel" erstellt werden. Wie berichtet, will Mainz freiwillige Fusionen mit der Förderung von Infrastrukturprojekten sowie einer "Hochzeitsprämie" von 150 Euro pro Bürger versüßen. Gemeindechef Franz-Josef Bollig sieht den Zettel zwar schon gut gefüllt mit Vorhaben wie Neugestaltung von Ortsdurchfahrt und Moselvorgelände. Doch Olaf Bollig könnte sich auch Projekte wie die Kindergartensanierung auf der Liste vorstellen.