Große Show auf großer Bühne

An zwei Abenden hintereinander haben Band und Sänger der Kurfürst-Balduin-Realschule gezeigt, was sie sich trauen. Sie haben es sich zu Recht zugetraut. Bei dem Livekonzert, einer Reise durch 50 Jahre Charts-Hits, genoss das Publikum mitreißende musikalische Talente und große Einsatzfreude von 35 Schülern und ihren Lehrern.

Wittlich. Schüchtern, kess, Rampensau. Die Temperamente der Schüler auf der Bühne sind so unterschiedlich gewesen wie die Titel, die sie sangen: Von Rio Reisers Ballade "Junimond", die Magnus Hoffmann mit Evita Maas als Duett darbot, bis zum Black Sabbath Titel "Paranoid", gerockt von Jonas Plein, der gleich in mehreren Solostücken glänzte.

Seitenhieb auf Schulreform


Moderator Philip Schmotz führte humorvoll von Nummer zu Nummer. Der Titel "I still havent found what I`m looking for" sei der Schule wie auf den Leib geschnitten, unkte er. Schließlich wisse immer noch niemand genau, welchen Platz die Schulstrukturreform der Kurfürst Balduin Realschule künftig zugedenke.
Mit dem U2-Song kündigte er eine der professionellen Darbietungen der Musiklehrerin Anja Maxein an, die später auch mit Simon and Garfunkels "Bridge over troubled water" stimmlich brillierte. Hervorragend begleitet wurde sie von Referendar Philipp Schmitt, der am Piano sein Bestes gab. An seiner Seite hatte er die Schulband, die das Dutzend Sänger und Sängerinnen mit viel Spielfreude begleitete. Im Dauereinsatz: Maximilian Schiffels, der als Talent am Schlagzeug herausstach. Seit dem Sommer schon probten insgesamt 35 Schüler unter der Leitung von Klaus Wahl und weiteren vier Musiklehrern an der dreistündigen Charts-Show.
Zu ihr gehörten auch Bildprojektionen, die die Reise durch die Hitliste der letzten 50 Jahre begleiteten und die Lieder in die Umstände ihrer Zeit einordneten. Was die Zwölf- bis Sechzehnjährigen am vergangenen Wochenende den jeweils 200 Zuhörern an zwei Abenden im Hotel Lindenhof boten, war richtig gut. Und besser.

Gänsehaut beim Publikum


Wie etwa die 16-jährige Helena Schnitzius, die eine verblüffende stimmliche Leistung mit dem schwierigen Whitney-Houston-Titel "One moment in time" zeigte. Das gab Gänsehaut beim Publikum, das jeden Song mit begeistertem Applaus, Pfiffen und Rufen lobte. sys