Großeinsatz im Wald

Im Piesporter Wald haben fünf Wehren aus drei Verbandsgemeinden mit Unterstützung von Rettungsdienst und Landwirten die Bekämpfung eines Waldbrandes geübt.

Horath/Piesport. (urs) Der Anfang ist etwas demotivierend. Erst bleibt eines der Fahrzeuge auf dem unwegsamen Waldweg hängen. Und dann will auch noch der Einsatz selbst nicht so rund ablaufen, wie er es sollte. Doch hinterher haben die Wehrleute alles im Griff bei der Waldbrandübung im "Päseler Wäldchen".In einem ersten Schritt haben sie eine mehr als 700 Meter lange Zuleitung vom Brandweiher Niederemmel her verlegen müssen. Nachdem das geschafft ist, sind die ersten auch schon dabei, das fiktive Feuer mit einer "Riegelstellung" zu bekämpfen. Andere heben derweil bereits Gräben aus, die mit Wasser gefüllt den gefürchteten "Wurzelbrand" verhindern sollen, wie Gerd Alt erklärt, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Horath. In einiger Entfernung sind Feuerwehrleute mit "Brand-Patschen" im Einsatz. Parallel dazu karren sechs Traktoren pausenlos Wasser heran, das sie am Löschweiher Kasholz gefasst haben. Insgesamt seien 18 000 Liter transportiert worden, schätzt Manfred Esseln. Der Wehrführer des Piesporter Löschzugs Niederemmel hatte die Idee für die gemeinschaftliche Übung - oder anders ausgedrückt - für die "grenzübergreifende" Zusammenarbeit.Denn Ort des Geschehens ist das "Dreiländereck" der Verbandsgemeinden Neumagen-Dhron, Thalfang und Bernkastel-Kues. In dem Wäldchen unweit der Landesstraße in Richtung Piesport treffen daher nach und nach die benachbarten Wehren, vorwiegend von diesseits der Mosel, ein. Neben den Löschzugen Emmel und Piesport sind das die Wehren aus Horath, Wintrich und Filzen, dem Ortsteil von Brauneberg. Dhron und Papiermühle hatten sich ebenfalls beteiligen wollen, was ihnen aber aus terminlichen Gründen nicht möglich war. Die Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues hat ihr Einsatzleitfahrzeug "ELW 1" zur Verfügung gestellt. Außerdem habe die dortige Wehr auch Alarmierung und Einsatzleitung übernommen, weiß Esseln die Unterstützung zu schätzen. Mit den Leuten des Piesporter Malteser-Hilfsdienstes sind an die 80 Personen vor Ort und insgesamt zehn Fahrzeuge.Außerdem natürlich die Wehrleiter von Neumagen-Dhron und Thalfang, Joachim Fischer und Roland Sommerfeld. Unterm Strich ist Fischer mit dem Ablauf zufrieden. "Es macht Sinn, eine solche Übung abzuhalten", lobt er das Zusammenwirken von Wehren, Rettungsdienst und Landwirten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, wie dem stecken gebliebenen Fahrzeug, sei hinterher alles gut gelaufen. Außerdem habe die gute geplante Gemeinschaftsübung gezeigt, dass Übung und Realität nun einmal zwei Paar Schuhe seien.