Großer Andrang bei der 25. Schmuckmesse Intergem

Die 25. Fachmesse für Edelsteine, Edelsteinschmuck und Edelsteinobjekte (Intergem) war, den ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zum Trotz, schon vor dem gestrigen Finale ein voller Erfolg.

Idar-Oberstein. (kuk) Bei der Jubiläums-Intergem bahnte sich am gestrigen Schlusstag eine deutliche Steigerung der Besucherzahlen an. Schon an den ersten drei Messetagen kamen insgesamt mehr als 3200 Interessierte - so viele wie bei der schon stark frequentierten Messe im vorigen Jahr insgesamt. Allein am Samstag strömten mehr als 1300 Besucher durch die neuen Messehallen. Der Andrang ist vor allem vor dem Hintergrund der in der Branche deutlich spürbaren Krise beeindruckend.

"Wir sind hochzufrieden. Alles, was jetzt noch kommt, verbessert die Bilanz noch", zog Geschäftsführer Kai-Uwe Hille ein positives Zwischenfazit.

Unglücklich war aber auch er darüber, dass der verkaufsoffene Sonntag in die Intergem-Zeit fiel. So stand am Sonntag, wie zu befürchten war, mancher Besucher bei der An- und Abfahrt im Gewerbepark Nahetal erst mal im Stau. Auf Kunden, die von weither anreisen, kann das abschreckend wirken. Ein anderes Problem: Wegen der mangelhaften Beschilderung fanden etliche Messebesucher ihr Ziel erst auf Umwegen - zu klein und unauffällig lautet das einhellige Urteil zu den Hinweisen auf die Messe. Einige Kunden fuhren aus alter Gewohnheit sogar noch mal an die Budau-Halle.

Für das neue Domizil gab es von allen Seiten viel Lob. Dass organisatorisch noch nicht alles ganz rund lief, trübte die insgesamt sehr positive Stimmung nicht. Denn "zu 90 Prozent ist jetzt schon alles top und stimmig", betont Werner Fürstenberg-Franzmann, der Vorsitzende des Messevereins. In eine Manöverkritik nach der Messe sollen notwendige Verbesserungen wie die Beschilderung, aber auch die Parkplätze einfließen. Kai-Uwe Hille, Geschäftsführer der Intergem und der "Messe Idar-Oberstein", weiß, "dass wir an einigen Feinheiten noch schleifen müssen". Insgesamt lief die Organisation der Intergem auch aus seiner Sicht "im Großen und Ganzen gut" - und das trotz der schon seit Monaten enormen Arbeitsbelastung für das Messeteam im Vorfeld der Eröffnung und bei den ersten Veranstaltungen.

Von "ganz mau" bis hin zu "super" reichte das Spektrum bei den Umsätzen. Für manche, wie etwa die Firma Constantin Wild, lief schon der Freitag hervorragend. Im großen Stand der Firma A. Ruppenthal drängelten sich die Interessenten wie bei der Inhorgenta in München.