1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Großer Bahnhof für engagierten Ortschef

Großer Bahnhof für engagierten Ortschef

In Neumagen-Dhron haben Rats- und Vereinsmitglieder, Bürger und Gäste Willi Herres in allen Ehren verabschiedet. Die Festredner würdigten seine Leistungen und sein großes Engagement in 20 Jahren als Ortsbürgermeister.

Neumagen-Dhron. Sitzplätze waren Mangelware bei der Dankeschön-Feier für Willi Herres. Einige der drei Dutzend Ortsvereine zollten mit einem Ständchen Respekt, andere mit Worten. "Lange Reden bewegen Stühle, kurze die Herzen", zitierte Ortsbürgermeister Michael Thomas seinen Vorgänger, der 20 Jahre Gemeindechef und drei Jahrzehnte Ratsmitglied war (der TV berichtete). "Wer mit offenen Augen durch Neumagen-Dhron geht, sieht, was Willi geleistet hat." Er nannte unter anderem den Weinschiff-Nachbau und das Noviomagi-Museum.
Vor allem aber sei Herres die funktionierende Dorfgemeinschaft zu verdanken. Das quittierten alle mit lang anhaltenden Applaus quittierte. Ulf Hangert, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues, lobte Herres "hohe Sach- und Fachkompetenz und seine große Erfahrung". Er habe sich "einzig dem Wohl der Menschen verpflichtet gefühlt" und sei stets authentisch geblieben. Daniel Girard, Bürgermeister der französischen Partnergemeinde Coulanges-la-Vineuse, dankte Herres für sein großes Engagement und die jahrzehntelange Freundschaft. Dank des partnerschaftlichen Miteinanders und gemeinschaftlichen Wirkens von Gemeinde, Vereinen und Unternehmen sei Neumagen-Dhron "lebens- und erlebenswert", betonte Gewerbevereinsvorsitzender Lix Fleischer auch für die Vereine. Pfarrer Matthias Biegel lobte die Verlässlichkeit von Herres, dem auch der frühere ADD-Präsident Josef Peter Mertes, Schweichs Bürgermeisterin Christiane Horsch und die Weinhoheiten Respekt zollten. Herres selbst dankte den früheren Ratsmitgliedern und seinen engagierten Mitarbeitern, die ihn "als Chef geduldig ertragen" hätten. Sie hätten die Voraussetzungen geschaffen, "dass ich meine Arbeit als Bürgermeister tun konnte". Besonderer Dank gebühre der dörflichen Vereinsgemeinschaft, die ihn nie im Stich gelassen habe, und seiner Familie. Die Feier ermöglichten Winzer, Gastronomen und Geschäftsleute, die Weine und das Essen spendeten. urs