Großflächige Störung von Telefon und Internet behoben

Wittlich · Der teils großflächige Ausfall von Telefon und Internet an der Mosel und in der Eifel ist beendet: Bis 20.45 Uhr haben Techniker der Telekom am Dienstag an einem bei Straßenbauarbeiten beschädigten Glasfaserkabel bei Wittlich gearbeitet, das die Störungen verursachte.

Wittlich. Die defekte Datenleitung funktioniert wieder: Ein Glasfaserkabel, das am Dienstag spätvormittags bei Straßenarbeiten an der B 50 zwischen Wittlich und Wengerohr beschädigt wurde, hatte bei Hunderten Haushalten unter anderem in Wittlich, Bernkastel-Kues, Morbach, Zeltingen-Rachtig, Traben-Trarbach, Osann-Monzel Telefon und Internet lahmgelegt (der TV berichtete). Betroffen waren auch Polizeiinspektionen in mehreren Städten. Der Notruf allerdings funktionierte überall.
Telekom selbst geschädigt


Einen Teil der Verbindungen konnte die Telekom gestern gegen 13 Uhr wiederherstellen. Insbesondere in der Kreisstadt Wittlich dauerte das jedoch bis zum Dienstagabend. Telekom-Pressesprecher Georg-Stephen McKinney sagt am Tag danach: "Wir sind nicht dafür verantwortlich. Wir sind ja selbst geschädigt und sitzen mit unseren Kunden in einem Boot. Den Sachschaden werden wir uns wiederholen." Sollten Kunden selbst Schadensersatzansprüche stellen wollen, müssten sie ihren Schaden dokumentieren, bei der Telekom einreichen, die das dann an ihre Versicherung weiterleiten werde, sagt McKinney auf TV-Nachfrage.
Fasern werden neu verbunden


Wie viele Haushalte genau von der stundenlangen Störung betroffen waren, kann die Telekom nicht sagen. Das Kabel besteht aus vielen Glasfasern. Die sind dünner als ein Haar. Über eine solche Faser können sehr viele unterschiedliche Verbindungen und Nutzungen vom Telefon bis zum normalen Internet, aber auch Tonleitungen für den Rundfunk abgewickelt werden. Je nach Anwendung bedient die Faser verschiedene Regionen. "Ich kann nicht sagen, wer welche Dienste nutzt, und je nach Anwendung bedient eine Faser einer Trasse ganz verschiedene Regionen", sagt McKinney. Zur Größe des Telekom-Netzes sagt er: "Die Gesamtlänge beträgt zwei Millionen Kilometer. Die könnten sie theoretisch 50 Mal um die Erde wickeln."
Bei einem Defekt müsse herausgefunden werden, welcher Kabeltyp betroffen sei, wie viel Ersatz benötigt werde und auf welcher Länge das Kabel kaputt sei. Dann würden die zerstörten Fasern neu verbunden und wieder durchgeschaltet. Dass wie im Fall der Polizei Störungen in verschiedenen Standorten auftreten, könne daran liegen, dass dieselben über eine Art eigene Standleitung miteinander vernetzt seien.