Großsporthalle mit viel Rücksicht auf die Anwohner

Die Landrätin lobte die Entwürfe für die Großsporthalle am Cusanus-Gymnasium insbesondere wegen der Wohnverträglichkeit. Die Sportfläche wird aus akustischen und optischen Gründen tiefer gelegt.

Wittlich. (mai) Landrätin Beate Läsch-Weber lobte den Entwurf für die Wittlicher Großsporthalle am Cusanus-Gymnasium, als er im Kreisausschuss vorgestellt wurde. Sie sagte: "Der Entwurf gefällt mir gut. Die Wohnverträglichkeit ist ein wichtiger Punkt." Die Mitglieder des Kreisausschusses enthielten sich jedes Kommentars.

Die beiden Architekten Dieter Rumpenhorst und Joachim Rind vom Koblenzer Planungsbüro Naujack und Rumpenhorst hatten den Entwurf für das Kooperationsprojekt von Kreis und Stadt vorgestellt. Rumpenhorst sagte: "Die Qualität der bestehenden Gebäude hat uns überrascht." Man habe sich davon inspirieren lassen und Rücksicht auf die bestehende Bebauung genommen.

Die neue Halle für maximal 2000 Besucher schließt sich an die beiden vorhandenen Hallen in Richtung Kreisverwaltung an. Sie soll "mit Rücksicht auf die umliegende Wohnbebauung" niedriger als die bestehenden Hallen sein. Die bestehende kleine Gymnastikhalle muss für sie weichen.

Die neue Halle besteht aus einer ebenerdigen Galerie und einer auch aus akustischen Gründen um 3,50 Meter abgesenkten Sportfläche. An der Längsseite dieser Fläche sind drei Reihen feste Tribüne (à 240 Plätzen) vorgesehen. Sieben Reihen ausfahrbare Tribüne (560 Plätze) können ergänzt werden. Mit Hilfe von zwei Trennvorhängen werden aus der einen großen Halle drei kleine à 15 mal 27 Meter.

Wichtig war den Planern, dass der Zugang zur Halle ohne kreuzenden Verkehr möglich ist. Sportler gelangen über den Innenhof der bestehenden Hallen zur Großsporthalle. Für Besucher liegen die Eingänge an der gegenüberliegenden Seite in Richtung Kreisverwaltung. Dort sind auch eine Kassenzone und Kioske vorgesehen.

Laut Planern ist kein zusätzlicher Parkplatz vorgesehen. Bei Großveranstaltungen sollen die Besucher den Parkplatz am Stadthaus nutzen und von dort über den Radweg zur Halle gelangen. Auch eine fest eingebaute Bühne soll es nicht geben. Sie würde das auf etwa 3,7 Millionen Euro geschätzte Projekt um eine Millionen Euro verteuern. Eine mietbare Bühne kann laut Planern jedoch genauso wie eine Beschallungsanlage problemlos für Veranstaltungen eingebaut werden.

Die Halle soll möglichst ohne Kunstlicht auskommen. Licht soll über die verglaste Galerie und drei Oberlichter den Weg hin ein finden. Mit Hilfe der Oberlichter, die geöffnet werden können, kann auch gelüftet werden. Mit Rücksicht auf die Anwohner solle die Vereinssportnutzung bis 22 Uhr begrenzt werden, schlug Rumpenhorst vor.

Für die weitere Planung ist Eile angesagt. Der Zuschussantrag für die Großsporthalle soll dem Innenministerium zusammen mit den Plänen bis 15. Oktober vorliegen.