Grüner verteidigt Sparbeschlüsse zu Belginum, Linker distanziert sich

Grüner verteidigt Sparbeschlüsse zu Belginum, Linker distanziert sich

Zur Berichterstattung über das Belginum haben sich die Ratsmitglieder Uwe Andretta und Rainer Stablo zu Wort gemeldet. Andretta wehrt sich gegen Kritik am Rat. Stablo hingegen distanziert sich von den Ratsentscheidungen.

Morbach. Das Morbacher Ratsmitglied Uwe Andretta (Grüne) begrüßt in einer Stellungnahme, dass der Archäologiepark Belginum und die Uni Trier verstärkt zusammenarbeiten (der TV berichtete). Damit eröffne sich die Möglichkeit, dass die Kosten für Ausgrabungen und die halbe Stelle der Museumsleiterin übernommen würden.
Er wehrt sich aber gegen die Kritik, Rat und Verwaltung hätten zuvor vorschnell gehandelt, als sie die Reduzierung der Öffnungszeiten und der Arbeitszeiten der Museumsleiterin beschlossen hätten. Er weist darauf hin, dass der Rat jahrelang versucht habe, eine Lösung zu finden, um die steigenden Unterhaltungskosten (2010: 160 000 Euro) in den Griff zu bekommen. Verschiedene Lösungsansätze seien geprüft und ausprobiert worden. Andretta: "Der Bürgermeister war mehrmals in Mainz sowie beim Landesmuseum vorstellig, er hat auf die finanzielle Situation hingewiesen und betont, dass eine Gemeinde mit 11 000 Einwohnern auf Dauer den Archäologiepark nicht allein tragen könne." Ohne Ergebnis. Man habe darauf verwiesen, dass die Gemeinde beim Bau des Museums die Unterhaltungskosten übernommen habe. Andretta: "Nachdem alle Versuche ergebnislos waren, hat der Gemeinderat 2010 eine Entscheidung gefällt. Diese ist auf viel Kritik gestoßen." Doch zeige sich mit der aktuellen Lösung, dass es manchmal nötig sei, unpopuläre Entscheidungen zu treffen, um Bewegung in eine Sache zu bringen.
Rainer Stablo (Linke) stellt hingegen fest, dass es nicht der gesamte Rat "so eilig mit den Sparbeschlüssen" gehabt habe. Er habe - neben wenigen anderen - gegen die Sparpläne gestimmt. sim/mai