Grünes Licht für Wenigerflur

PIESPORT. In den kommenden Monaten wird sich in Piesport einiges tun. Nachdem 2005 nur wenige Projekte ans Laufen gekommen sind, steht 2006 Geld für Dauerbrenner wie Gewerbegebiet "Wenigerflur" und Wohnmobilstellplatz bereit.

Was lange währt, wird endlich gut in Piesport. Der Haushaltsplan 2006 lässt daran keinen Zweifel. Bei Gesamt-Investitionen von 575 000 Euro tragen allein 440 000 Euro den Stempel "Gewerbegebiet Wenigerflur". 415 000 Euro sind für die Erschließung, 25 000 Euro für Grunderwerb bestimmt. "Der Bebauungsplan Wenigerflur scheint dieses Jahr zur Rechtskraft zu gelangen", freut sich Ortsbürgermeister Karl Heinz Knodt. Also dürfen die Gemeinde und ihr Partner Neumagen-Dhron mit der Ansiedlung neuer Betriebe doch auf Arbeitsplätze und Gewerbesteuereinnahmen hoffen. Doch nicht nur in "Wenigerflur" wird sich etwas tun. In der Straße "Unterer Wierth" neigen sich die düsteren Zeiten dem Ende zu. Nach den Debatten um einen einseitigen Gehweg, den die Anlieger zu 90 Prozent zahlen müssten, soll die Straße nun zumindest Lampen bekommen. Außerdem soll bis zum Saisonbeginn der Wohnmobilstellplatz fertig werden. Der neuerdings erforderliche Bebauungsplan hat die behördlichen Hürden schneller als erwartet passiert. So gut wie fertig ist zudem die Straße im Baugebiet "Alter Sportplatz". Erfreuliches zeichnet sich auch für die Zukunft ab. Der Förderantrag für einen Kunstrasenplatz steht laut Knodt auf Platz vier der Prioritätenliste, so dass es in diesem Jahr an die Detail-Planung geht. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels will Knodt den Ort "fit machen" für die kommenden Jahre. Damit sich junge Familien in Piesport wohlfühlen, brauche es Angebote wie eine durchgehende Ganztagsbetreuung. Und das nicht nur in Kindergarten und Grundschule, wie bereits realisiert, sondern auch in den weiterführenden Schulen in Neumagen-Dhron. "Immer mehr Familien sind heute auf das Einkommen beider Elternteile angewiesen, und das Bildungsniveau unserer Kinder wird dann auch erheblich steigen", bezieht Knodt Stellung. Zahl der Spielplätze wird halbiert

Die Zahl der Spielplätze im Dorf will er jedoch auf nur mehr drei, dafür aber vorbildliche, halbieren. Beste Chancen haben die Plätze in Alt-Piesport, in den die Gemeinde nun 5000 Euro steckt, der am Verkehrsbüro und einer an der Kelterstation in der Siedlung. Die frei werdenden Flächen könnten verkauft werden und eventuell als Grundstock für den Erwerb leer stehender Häuser dienen. Um das Erscheinungsbild des Ortes zu verbessern, empfiehlt der Gemeindechef einen Blick in das Dorferneuerungskonzept von 1991. Bereits beschlossen sind die Beleuchtung des Parks am Weinbrunnen und die Renovierung der Leichenhalle St. Martin für knapp 6000 Euro. Für 2007 ist der Ausbau der Straße "Im Pützbungert" vorgesehen.