Gute Laune, auch bei Regenwetter

Nach neun Open-Air-Konzerten hat sich die Sommerbühne Bernkastel-Kues für dieses Jahr verabschiedet. Hunderte Besucher feierten am Karlsbader Platz - einem von mehreren Veranstaltungsorten.

Bernkastel-Kues. Zu Hause bleiben, weil der Himmel zum Abschied ein paar Tränen abdrückt? Für Freunde der Sommerbühne war das keine Alternative. Schließlich pausieren die am 2. Juli gestarteten Open-Air-Konzerte nun wieder für zehn Monate. Daher tanzten und sangen sie auf dem Karlsbader Platz -teils unter Sonnen- oder Regenschirmen, teils unter freiem Himmel. Aber nur von 18 und 22 Uhr - wie an allen neun Donnerstagabenden. Schließlich müssten viele morgens früh raus, erklärt Werbekreisvorsitzender Frank Hoffmann. Seine Werbeagentur stemmt das Programm der von der Stadt veranstalteten Sommerbühne. Neben dem gesetzten Poetry-Bären-Slam, ein Lyrik-Wettstreit des Jugendparlaments, wird von Pop und Rock über Hip Hop, Funk und Soul bis zu Rock'n'Roll und Schlagern für alle etwas geboten. Und das an wechselnden Orten mit je einer Nachwuchs- und einer Profiband und bei freiem Eintritt. Das Konzept basiert auf der Beteiligung von Gastronomiebetrieben, die einen Obolus entrichten und die so Konzertreihe mitfinanzieren.
Großer Ansturm


Hoffmann spricht von einem Erfolgskonzept, das die Stadt belebe und 2016 fortgesetzt werden soll. Denn die vierte Sommerbühne habe dank ihres attraktiven Programms und dem super Wetter "noch mehr Gäste ziehen können als im Vorjahr".
Allein am Moselufer hätten etwa 1000 statt der sonst um die 600 Leute gefeiert. "Der Ansturm war zeitweise so groß, dass die Gastronomie an ihre Grenzen kam". Mit Musik und Technik habe alles geklappt und es habe weder Müllprobleme noch Randale gegeben. Schön sei, dass cirka 80 Prozent Einheimische und Leute aus einem Umkreis von etwa 30 Kilometern dabei seien. Darunter viele aus Eifel und Hunsrück. Daher wird überlegt, wie auch sie die entlang der Mosel pendelnden Shuttle-Busse nutzen könnten.
Brigitte Petry-Künzer aus Haag war begeistert war von ihrem ersten Sommerbühnen-Abstecher. Wegen des Regens hatte sie mit weniger Besuchern gerechnet - und die Stimmung sei super: "Toll, dass die Stadt sich so etwas hat einfallen lassen." "Es ist superschön - ob mit oder ohne Schirm und Kapuze", lobte auch Sabine Oster aus Ürzig.
Gudrun Klein aus Bernkastel-Kues verpasste keines der Konzerte. Die Atmosphäre sei sehr schön - besonders am Doppelkreuz oder am Bärenbrunnen. Vor allem aber sei die Stadt sei abends bevölkert. Daher kann sie auch nicht verstehen, dass einzelne Gastronomen wie am Karlsbader Platz wohl moserten wegen der Kosten: "Die Sommerbühne ist ein Anziehungspunkt - sonst wäre hier nicht so viel los ." urs